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	<title>didacta Themendienste &#187; Weiterbildung</title>
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	<description>Alle Neuigkeiten rund um die Bildungsmesse didacta</description>
	<lastBuildDate>Sat, 20 Mar 2010 15:15:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Weiterbildung/Beratung</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 09:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Kinderschutzbund]]></category>
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		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ein Kind zu erziehen ist sehr schwierig“ - Weiterbildungsangebote speziell für Eltern
Sie heißen Triple P, Gordon Familientraining, STEP, KESS, Starke Eltern – Starke Kinder oder einfach nur Elternkurs: Seit einigen Jahren gibt es einen wahren Boom von Weiterbildungsangeboten für Eltern. Denn immer mehr Eltern suchen Unterstützung bei einer nicht einfachen Aufgabe: der Erziehung ihrer Kinder. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Ein Kind zu erziehen ist sehr schwierig“</strong></h2>
<h3>Weiterbildungsangebote speziell für Eltern</h3>
<p>Sie heißen Triple P, Gordon Familientraining, STEP, KESS, Starke Eltern – Starke Kinder oder einfach nur Elternkurs: Seit einigen Jahren gibt es einen wahren Boom von Weiterbildungsangeboten für Eltern. Denn immer mehr Eltern suchen Unterstützung bei einer nicht einfachen Aufgabe: der Erziehung ihrer Kinder. <span id="more-102"></span></p>
<div id="attachment_121" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-11-Hurrelmann.jpg"><img class="size-medium wp-image-121" title="Seite 11 Hurrelmann" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-11-Hurrelmann-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Klaus Hurrelmann</p></div>
<p>„Viele Eltern können erziehen, aber man muss schon realistisch sehen, dass die Gruppe von Eltern, die das wirklich nicht kann, existiert und dass sie wahrscheinlich im Laufe der Jahre größer werden wird. Etwa ein Viertel der Eltern ist damit überfordert“, erklärt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, der das STEP-Elterntraining vor einigen Jahren mit einem Team an der Bielefelder Universität wissenschaftlich begleitet hat. Sein Fazit: „Das Entscheidende &#8211; das steht auch für vergleichbare Programme – ist, dass Eltern an die Hand genommen werden und Schritt um Schritt lernen, wie sie eine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen. Dass eine Beziehung die Voraussetzung für Erziehung ist.“</p>
<p>Ein Vorreiter in Sachen Elternkurse ist der Deutsche Kinderschutzbund. Er bietet seit den 1970er Jahren Fortbildungen, um die Erziehungskompetenzen von Eltern zu stärken. Die Kurse STARKE ELTERN – STARKE KINDER ® wurden bislang von mehr als 80 000 Eltern besucht. „Ziel der Elternkurse ist es, Eltern in ihrer Aufgabe zu unterstützen, ihre Fähigkeiten deutlich zu machen und ihre Kräfte (wieder) verfügbar zu machen. Elternkurse bieten kein Rezept &#8211; jede Familie ist einzigartig und verschieden“, heißt es im Kurskonzept.</p>
<p>Auch wenn immer mehr Eltern diese Fortbildungskurse besuchen, meist sind es die sensiblen, bewussten Eltern, seltener kommen sie aus jenem im Erziehungsalltag schnell überforderten Viertel der Eltern , von dem Hurrelmann spricht. Deswegen gehen einige dieser Angebote einen anderen, zweiten Weg: Sie bieten ihre Kurse ganz gezielt auch für Erzieherinnen an. Schließlich kommen diese beinahe täglich mit den Eltern in Kontakt und können so als Multiplikatoren wirken. Die Weltgesundheitsorganisation verfolgt übrigens einen ähnlichen Ansatz: Das Angebot von Förderung und Fortbildung muss in die Räume und Institutionen einbezogen werden, in denen sich die Menschen ohnehin aufhalten. „Dieses Denken“, so Hurrelmann, „ist in der gesamten Elternarbeit sehr wichtig.“</p>
<p>Der Bildungswissenschaftler geht aber noch einen Schritt weiter. Seine Idee: Teile des Kindergeldes könnten auf Gutscheinbasis existieren. Nur Eltern, die an bestimmten Ausbildungen teilgenommen haben, würden dann diese Gutscheine erhalten. Denn, so Hurrelmann: „Ein Kind zu erziehen ist heute sehr schwierig. Es ist wunderschön, wenn es gelingt, aber dramatisch, wenn es nicht gelingt.“</p>
<h3>Links zu weiterführenden informationen:</h3>
<p><a href="http://www.starkeeltern-starkekinder.de/" target="_blank">Starke Eltern – Starke Kinder</a></p>
<p><a href="http://www.instep-online.de/" target="_blank">STEP</a></p>
<p><a href="http://elternkurs.net/" target="_blank">Elternkurs</a></p>
<h3>Dazu auf der didacta</h3>
<p><strong>vertrauen &#8211; spielen &#8211; lernen &#8211; Elternkurs für Mütter und Väter von Kindern in den ersten drei Lebensjahren</strong>, Dorothea Strichau, Halle 09.1 Stand A021, 20.03.2010, 11 Uhr</p>
<p><strong>Ich bin so frei – Elternkurs für Mütter und Väter von Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren</strong>, Dorothea Strichau, Halle 09.1 Stand A021, 20.03.2010, 14:30 Uhr.</p>
<p><strong>STEP &#8211; Die Weiterbildung für Erzieher/innen</strong>. Kinder wertschätzend und kompetent erziehen, Angela Stauten-Eberhardt, Konferenzraum E/ CC Nord, 16.03.2010 11 Uhr</p>
<p><strong>Wir erreichen alle! „Starke Eltern- Starke Kinder ®“</strong>, Deutscher Kinderschutzbund, Kordula Lasner-Tietze, <a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/VA_Sonderschau_Stranz.pdf" target="_blank">Sonderschau Bildung von Anfang an &#8211; Mit den Eltern geht‘s besser!</a> Halle 7, Stand A30/B31, 18.03.2010, 17 Uhr</p>
<p><strong>Wir erreichen alle! „Starke Eltern- Starke Kinder ®</strong>“, Deutscher Kinderschutzbund, Kordula Lasner-Tietze, , <a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/VA_Sonderschau_Stranz.pdf" target="_blank">Sonderschau Bildung von Anfang an &#8211; Mit den Eltern geht‘s besser!</a> Halle 7, Stand A30/B31, 19.03.2010, 12 Uhr</p>
<p><strong>Das Tagesgespräch &#8211; mit Heinz Hilgers</strong>, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes: <a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/VA_Sonderschau_Stranz.pdf" target="_blank">Sonderschau Bildung von Anfang an &#8211; Mit den Eltern geht‘s besser!,</a> Halle 7, Stand A30/B31, 20.03.2010, 13 Uhr</p>
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		<title>Kindergarten/Vorschule</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/01/medienkompetenz-fuer-erzieherinnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 15:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Erzieherin]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienerziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Roboom]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die jahrelang teils verbissen geführte Diskussion über das Pro und Kontra von Medienerziehung im Kindergarten scheint überholt. Denn auch kleine Kinder wachsen bereits ganz selbstverständlich mit verschiedenen Medien auf. Sie kommen nicht erst als Schulkinder mit Computer Internet und Co in Berührung und sollten deswegen möglichst frühzeitig den sicheren, kompetenten und sinnvollen Umgang mit den Neuen Medien lernen.

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			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Medienkompetenz für Erzieherinnen</strong></h2>
<p>Die jahrelang teils verbissen geführte Diskussion über das Pro und Kontra von Medienerziehung im Kindergarten scheint überholt. Denn auch kleine Kinder wachsen bereits ganz selbstverständlich mit verschiedenen Medien auf. Sie kommen nicht erst als Schulkinder mit Computer Internet und Co in Berührung und sollten deswegen möglichst frühzeitig den sicheren, kompetenten und sinnvollen Umgang mit den Neuen Medien lernen.</p>
<p><strong><span id="more-39"></span></strong></p>
<p>Experten wie ehemaliger Direktor des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München, Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis sehen Medienerziehung als eine der zentralen Aufgaben im frühkindlichen Bereich. Und dafür braucht es geschulte Vermittler. Deswegen hat das Bundesbildungsministerium im Jahr 2008 ein groß angelegtes Weiterbildungsprojekt für Erzieherinnen gestartet: &#8220;<a href="http://www.bmbf.de/press/2741.php" target="_blank">Basisqualifizierung Medienkompetenz</a>&#8220;.</p>
<p>Rund 10.000 Erzieherinnen haben mittlerweile an den Schulungen teilgenommen. Jetzt ist die zweite Schulungsphase für weitere 10.000 Erzieherinnen gestartet. Organisiert wird das Projekt vom <a href="http://www.schulen-ans-netz.de/" target="_blank">Verein Schulen ans Netz</a>. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kurse werden bundesweit von verschiedenen ausgewählten Trägern angeboten. In Norddeutschland ist es der Verein <a href="http://www.blickwechsel.org/" target="_blank">Blickwechsel e. V.</a>. Hier organisiert Susanne Roboom die medienpädagogischen Weiterbildungskurse für die Erzieherinnen. Wir haben sie nach ihren Erfahrungen gefragt.</p>
<p><em>Warum sollten sich Erzieherinnen überhaupt in diese Richtung qualifizieren, könnte man den Computer nicht einfach außen vor lassen? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Vom frühesten Lebensalter kommen Kinder mit Medien in Berührung, also auch mit dem Computer. Medien sind somit selbstverständlicher Bestandteil ihrer Lebenswelt. Und die Kinder begegnen den neuen Technologien und Computerwelten meistens ziemlich unbefangen und mit einer großen Portion Neugier. Die “graue Kiste” hat ihnen auch einiges zu bieten, schon im Vorschulalter. Je selbstverständlicher die Kinder lernen, mit dem Computer  umzugehen, desto größer ist die Chance, dass sie ihn sinnvoll nutzen. Erzieherinnen werden auch häufig mit Fragen der Eltern konfrontiert. Etwa, ob die Gewaltbereitschaft der Kinder steigt, oder ob sie sich nicht mehr richtig bewegen, nicht mehr rückwärts laufen können, wenn sie den Computer nutzen. Da kann die Antwort nur sein: Wenn man den Computer als Babysitter einsetzt, dann muss man sich über negative Konsequenzen nicht wundern. Aber wenn man ihn mit Konzept und Bedacht einsetzt, dann ist er durchaus sinnvoll und im Hinblick auf Chancengleichheit ganz wichtig. Denn auch Kinder aus Familien, die keinen Computer besitzen oder ihn sehr einseitig nutzen, bekommen die Möglichkeit, sich mit dem Gerät vielseitig und spielerisch auseinanderzusetzen. Zudem können im Kindergarten Mädchen und Jungen gleichermaßen an den Computer herangeführt und im Umgang mit der Technik gefördert werden. Wie kreativ und vielseitig der Computer letztendlich genutzt wird, hängt zu Hause wie in der Einrichtung stark  von der Unterstützung durch die Erwachsenen ab.</p>
<p><em>Was lernen die Erzieherinnen in diesen Kursen? </em></p>
<p>Die Kurse sind als Mischung aus pädagogischer Diskussion und technischer Erprobung aufgebaut. Die Erzieherinnen erhalten solide Grundkenntnisse rund um den Computer und das Internet und sollen in die Lage versetzt werden, den Computer in der eigenen Einrichtung für medienpädagogische Projekte und zur Medienkompetenzförderung einzusetzen. Außerdem lernen sie, das Internet zur eigenen Weiterbildung zu nutzen.</p>
<p><em>Und was kann man sich unter diesen medienpädagogischen Projekten in der Kita vorstellen? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Zum Beispiel können die Kinder mit der Digitalkamera losziehen und Bildreihen knipsen, das schult die Wahrnehmung. Wenn gerade das Thema Formen oder Farben behandelt wird, können sie draußen gucken: Wo finde ich diese Formen? Wo sind denn andere Kreise als die,  die wir hier als Plättchen im Kindergarten haben? Dann entdecken sie möglicherweise den Gullideckel. Oder man kann gemeinsam Spiele bewerten, um einen bewussteren Blick zu bekommen.</p>
<p><strong>Weiter Informationen:</strong></p>
<p><a href="http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digital_kultur.pdf" target="_blank">» Bericht der Expertenkommission des BMBF zur Medienbildung</a></p>
<p><a href="http://www.kita-nrw.de/beispielprojekte/computer.php" target="_blank">» Praxisprojekte aus verschiedenen Kindertagesstätten</a></p>
<h2><strong><strong>Dazu auf der didacta</strong></strong></h2>
<p><strong>KIGA-Seminare</strong> mit den Tagesthemen: Ausbildung &amp; Qualifikation  (16.3. 2010), Gestaltung von Bildungsprozessen im Elementarbereich / Sprachförderung (17.3.), Beobachtung und Dokumentation / Bewegung und Kreativität (18.3.), Aktionstag BETA/KTK und WIFF<strong> </strong>(19.3), Entscheidertag LJA Bildung ist Gesetz(T)/ Elternkongress (20.3.)  <a href="http://www.kiga-seminare.de/" target="_blank">» Weitere  Informationen</a></p>
<p><strong>Symposion „Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Lernprozessen in Kindergarten und Grundschule“</strong>,  Konzept und Moderation: Professorin Dr. Angelika Speck-Hamdan (Ludwig-Maximilians-Universität München), Dr. Hans Rudolf Leu (Deutsches Jugendinstitut e.V., München) Congress-Centrum Ost, Congress-Saal Sektion III, 16.03. und 17.03.2010, 11 – 16 Uhr. <a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/Symposion_Beobachtung_Dokumentation.pdf" target="_blank">» Weitere Informationen</a></p>
<p><strong>Medienpädagogischer Tag des WDR</strong>,  mit Dr. Maya Götz (IZI), · Monika Frederking (wdr Kinderradio),  Heike Sistig (wdr Kinderfernsehen) u. a. Moderation:  Ralph Caspers (Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah!)  18. 03.2010, Offenbachsaal, 10:30 bis 13 Uhr  <a href="http://www.didacta.de/download/WDR_200912_Didacta_Anmeldeflyer%281%29.pdf" target="_blank">» Weitere Informationen</a></p>
<h2><strong><br />
</strong></h2>
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		<title>Weiterbildung/Beratung</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weiterbildung/Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsbild des Lehrers im Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Vogt]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule trifft Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschultag 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Übergang Schule - Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildungs-Master]]></category>

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		<description><![CDATA[Hochschulen sind Ausbildungsinstitutionen. Aber auch die Weiterbildung gehört zu ihrem Aufgabenfeld. In den vergangenen Jahren wurde diese Verpflichtung von den Hochschulen allerdings eher stiefmütterlich behandelt. Warum das so ist und ob mit der Studienreform die Weiterbildung an den Hochschulen gestärkt werden wird, wollten wir von dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung, Helmut Vogt, wissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Hochschulen: Neuer Wind für die Weiterbildung?</strong></h2>
<p><strong>Interview mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung </strong></p>
<p>Hochschulen sind Ausbildungsinstitutionen. Aber auch die Weiterbildung gehört zu ihrem Aufgabenfeld. In den vergangenen Jahren wurde diese Verpflichtung von den Hochschulen allerdings eher stiefmütterlich behandelt. Warum das so ist und ob mit der Studienreform die Weiterbildung an den Hochschulen gestärkt werden wird, wollten wir von dem stellvertretenden Vorsitzenden der <a href="http://www.dgwf.net" target="_blank">Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung</a>, Helmut Vogt, wissen.</p>
<p><strong><span id="more-53"></span></strong></p>
<p><em>Herr Vogt, Ihr Verband will unter anderem die Weiterbildung an Hochschulen fördern. Wie steht es denn um diese Weiterbildung und wie sehr muss sie gefördert werden?</em></p>
<p><strong><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/01/Vogt_web.jpg"><img class="size-full wp-image-62 alignleft" style="margin: 2px;" title="Vogt_web" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/01/Vogt_web.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a>Helmut Vogt</strong>: Die Weiterbildung ist ja erst durch die Hochschulreform der siebziger Jahre ins Bewusstsein der Hochschulen getreten und zur gesetzlichen Aufgabe geworden. Das hatte aber &#8211; bis auf einzelne Versuche &#8211; in der Praxis nicht viele Auswirkungen. Wissenschaftliche Weiterbildung blieb in Deutschland weitgehend ein Nischengeschäft. Das hat sich nun durch den Bolognaprozess geändert. Denn jetzt gibt es erstmals in Deutschland einen Hochschulabschluss in der wissenschaftlichen Weiterbildung, den Weiterbildungs-Master.</p>
<p><em>Das heißt, für diesen speziellen Master gibt es auch andere Zulassungsbedingungen als für den „normalen“ Master?</em></p>
<p><strong>Helmut Vogt</strong>: Im Prinzip nicht. Bei der Hochschulreform der 70er Jahre hatte es zwar die Weiterbildung als einziger Bereich der Hochschulen geschafft, mehr Offenheit in die Zulassung zu bringen. Aber diese Offenheit ist nun dummerweise beim Weiterbildungs-Master verloren gegangen. Denn da gelten die ländergemeinsamen Strukturvorgaben: Vorausgesetzt wird ein Hochschulabschluss und eine mindestens einjährige Berufstätigkeit. Allerdings haben in der Zwischenzeit zwei Bundesländer Ausnahmen gemacht: Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein und auch in Hessen wird darüber geredet. Dort soll es also die Möglichkeit geben, über eine berufliche Qualifizierung zum Weiterbildungs-Master zugelassen zu werden.</p>
<p><em>Wie wichtig ist das Thema Weiterbildung überhaupt für die Hochschulen? Wenn man im Internet recherchiert, findet man ja etliche Hochschulen mit umfangreichen Weiterbildungsangeboten. </em></p>
<p><strong>Helmut Vogt</strong>: Das sind neben wenigen staatlichen Hochschulen vielfach die privaten &#8211; circa ein Viertel der deutschen Hochschulen ist unterdessen privat. Sie bieten häufig berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge an. Anders als die staatlichen Hochschulen, die berufsbegleitende Bachelorstudiengänge zumeist nicht mit kostendeckenden Beiträgen belegen dürfen, ist es den privaten Hochschulen nämlich erlaubt, entsprechende Gebühren zu nehmen. Erst beim Weiterbildungs-Master dürfen auch die staatlichen Hochschulen zusätzliche Gebühren erheben.</p>
<p><em>Das heißt, den staatlichen Hochschulen fehlt schlicht das Geld für die Weiterbildung?</em></p>
<p><strong><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/01/DGWF_small.gif"><img class="alignright size-full wp-image-61" title="DGWF_small" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/01/DGWF_small.gif" alt="" width="270" height="56" /></a>Helmut Vogt</strong>: Die staatlichen Hochschulen müssten zusätzliche Haushaltsmittel für eine entsprechende Infrastruktur bekommen. Nur so können sie die Angebote kostendeckend finanzieren. Daran hapert es aber. Die Hochschulen brauchen darüber hinaus Entwicklungskosten für die Studienprogramme. Sie müssen auch den Weiterbildungsbedarf ermitteln und Marketinginstrumente einsetzen und außerdem müssen sie mögliche Flops finanziell abfedern können, etwa wenn deutlich weniger Teilnehmer kommen als erwartet. Es gibt also tausend Gründe für ein finanzielles Polster.</p>
<p><em>Diese finanzielle Forderung richtet sich an die  Bundesländer. Sind aber nicht die Hochschulen selbst auch in der Pflicht, sich mehr für die Weiterbildung zu öffnen und nicht nur nach dem Staat zu schielen?</em></p>
<p><strong>Helmut Vogt</strong>: Eins müssen wir sehen: Diese starre Einteilung aus der Vergangenheit „Studium &#8211; Beruf – Weiterbildung“ wird es in Zukunft nicht mehr geben. Viel mehr Menschen werden erst einen Beruf erlernen und dann studieren oder nach dem Bachelor zunächst in den Beruf einsteigen und später an die Hochschule zurückkommen. Wir kommen also in eine Situation, in der die Bildungswege immer individueller werden und Angebote sich nicht mehr in die gewohnten Schemata einpassen lassen. Was die nahe Zukunft angeht, ist zu hoffen, dass wir von starren Leistungspunkten beim Bachelor und Master und anderen Beschränkungen weg kommen und dass mehr Flexibilität in die Hochschulbildung einzieht. Und dass die Länder eine Infrastruktur für die Weiterbildung an den Hochschulen finanzieren und Möglichkeiten für eine stärkere Entwicklung und Platzierung von Angeboten schaffen. Die Hochschulen selbst müssen sich endlich dazu bekennen, dass Weiterbildung ein strategisches Ziel ihrer Planung und Ausrichtung ist. Es gibt einzelne Hochschulen, die haben dies in ihre Kernziele eingebracht und wenige Hochschulen, die schon in diese Richtung arbeiten. Und die große Masse redet davon, aber mehr auch nicht.</p>
<h2><strong>Dazu auf der didacta</strong></h2>
<p>Im Diskussionsforum <strong>„Hochschule trifft Schule“</strong> in Halle 6 werden an allen Messetagen von 11 bis 16 Uhr Kurzvorträge zu verschiedenen Themen angeboten. Die einzelnen Schwerpunkte:  16.03.2010 „<strong>Lehrerbildung</strong>“,  18.03.2010 „<strong>E-Learning</strong>“, 19.03.2010 „<strong>Übergang Schule &#8211; Hochschule</strong>“, 20.03.2010 „<strong>Berufsbild des Lehrers im Wandel</strong>“. Am  17.1.2010 findet hier auch der <strong>Hochschultag 2010 </strong>zum Thema<strong> „Digitales Zeitalter in Schule und Hochschule &#8211; Veränderungen für Lehre, Prüfungen und Publikationen“ </strong>statt.</p>
<p>In den Hallen 6 und 7 informieren auch in diesem Jahr wieder etliche Hochschulen über ihre Studien- und Weiterbildungsangebote.</p>
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