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	<title>didacta Themendienste &#187; Schule/Hochschule</title>
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	<description>Alle Neuigkeiten rund um die Bildungsmesse didacta</description>
	<lastBuildDate>Sat, 20 Mar 2010 15:15:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der Elternkongress im Rahmen der didacta</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 15:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>
		<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Agnes Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Marion Gierden-Jülich]]></category>
		<category><![CDATA[Elternkongress]]></category>
		<category><![CDATA[Frühkindliche Sprachförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Kita]]></category>
		<category><![CDATA[Kölner Elternbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Landesjugendhilfeausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Wanninger & Rixmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Elternkongress im Rahmen der didacta
„Ohne Eltern geht es nicht!“
Bildung in Deutschland befindet sich im Wandel. Alle Beteiligten stehen vor großen Herausforderungen, und vor allem Kindertageseinrichtungen und Schulen unterliegen Veränderungen. Der Elternkongress gibt Infos, Tipps und Anregungen diesen Wandel zu begleiten. Die Eltern haben neben den Fachforen und Podiumsdiskussionen die Möglichkeit, die „didacta - die Bildungsmesse“ zu besuchen und am großen „Get Together“ teilzunehmen . Nur für angemeldete Teilnehmer/innen - Anmeldeschluss ist der 18. März 2010.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Ohne Eltern geht es nicht!“ </strong></h2>
<p>Bildung in Deutschland befindet sich im Wandel. Alle Beteiligten stehen vor großen Herausforderungen, und vor allem Kindertageseinrichtungen und Schulen unterliegen Veränderungen. Der Elternkongress gibt Infos, Tipps und Anregungen diesen Wandel zu begleiten. Die Eltern haben neben den Fachforen und Podiumsdiskussionen die  Möglichkeit, die „didacta &#8211; die Bildungsmesse“ zu besuchen und am großen  „Get Together“ teilzunehmen . Nur für angemeldete Teilnehmer/innen &#8211; Anmeldeschluss ist der 18. März 2010.<span id="more-136"></span></p>
<div id="attachment_137" class="wp-caption alignleft" style="width: 219px"><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/03/Elternkongress.jpg"><img class="size-medium wp-image-137" title="Elternkongress" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/03/Elternkongress-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Elternkongress</p></div>
<p>Eltern sind die wichtigsten Begleiter/-innen der Bildungsprozesse ihrer Kinder von Anfang an. Als Ansprechpartner/-innen in Bildungsfragen haben sie eine zentrale Bedeutung bei der positiven Gestaltung von Bildungsverläufen und Übergängen. Mit dem Elternkongress am Eltern-Samstag wollen wir aktuelle Elternthemen aus dem Kita- und Schulbereich ganz praktisch von und mit Eltern aufgreifen. Themen der insgesamt 9 Fachforen und –diskussionen werden u. a. sein: Frühkindliche Sprachförderung, Inklusion und Integration, individuelle Förderung, Betreuung ab dem 1. Lebensjahr, Wandel von Kita und Schule, Ergebnisse der Kölner Elternbefragung und „Längeres gemeinsames Lernen“. Neben dem fachlichen Input werden praktische Beispiele aus der Kölner Bildungslandschaft vorgestellt, die Vorbildcharakter haben und mit Sicherheit zum Meinungsaustausch anregen.</p>
<p>Die Eltern haben neben den Fachforen und Podiumsdiskussionen die Möglichkeit, die „didacta &#8211; die Bildungsmesse“ zu besuchen und am großen „Get Together“ teilzunehmen .</p>
<p>Im Anschluss an den Kongress finden zudem eine Sitzung des Landesjugendhilfeausschusses zum Thema: „Woran erkenne ich eine gute Tageseinrichtung für Kinder“, eine Bürgersprechstunde mit Frau Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) und Frau Dr. Agnes Klein (Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln) sowie das Abschlusskabarett „Zwei ist eine zu viel“ von Wanninger &amp; Rixmann statt. Auch hierzu sind alle Kongressbesucher/-innen herzlich eingeladen.</p>
<p>Der Elternkongress ist eine Kooperationsveranstaltung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordhein-Westfalen, der Stadt Köln sowie dem didacta-Verband.</p>
<p>Den Infoflyer zum Kongress gibt es <a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/03/Flyer_Elternkongress-neu.pdf" target="_blank">→ hier.</a></p>
<p>Das Online-Formular zur anmeldung gibt es <a href="http://www.bildung.koeln.de/artikel/artikel_05106.html?PHPSESSID=51090355a28b96379c858d45751325e9" target="_blank">&#8211;&gt; hier.</a></p>
<p>Wann und Wo:<br />
20.03.2010        9:30 – 16:30 Uhr<br />
Congress-Centrum Nord der Koelnmesse, Eingang Nord, Schalter 14</p>
<p>Anmeldung und weitere Informationen:<br />
<a href="http://www.bildung.koeln.de/eltern" target="_blank">www.bildung.koeln.de/eltern</a></p>
<p>telefonisch: (0221) 221-21066 (montags bis freitags von 09:00 &#8211; 12:00 Uhr)</p>
<p>Anmeldeschluss ist der 18. März 2010</p>
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		<title>Interview</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/02/interview/</link>
		<comments>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/02/interview/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Ludwig Spaenle]]></category>
		<category><![CDATA[KMK]]></category>
		<category><![CDATA[Kultusministerkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schulstrukturen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wir müssen dafür sorgen, dass die Bildungsstandards in den Klassen ankommen“
Interview mit dem amtierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz, dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Seit Anfang 2010 ist der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (CSU) Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK). Auch in diesem Jahr wird die Bildungspolitik wieder für Schlagzeilen sorgen – unter anderem  dank der Diskussionen um Schulstrukturen, Inklusion und Studienreform.  Wir wollten von Dr. Spaenle wissen, welche bildungspolitischen Hürden die KMK in diesem Jahr nehmen will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Wir müssen dafür sorgen, dass die Bildungsstandards in den Klassen ankommen“</strong></h2>
<h3><strong>Interview mit dem amtierenden Präsidenten der Kultusministerkonferenz, dem bayerischen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle</strong></h3>
<p><strong> </strong></p>
<p>Seit Anfang 2010 ist der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (CSU) Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK). Auch in diesem Jahr wird die Bildungspolitik wieder für Schlagzeilen sorgen – unter anderem  dank der Diskussionen um Schulstrukturen, Inklusion und Studienreform.  Wir wollten von Dr. Spaenle wissen, welche bildungspolitischen Hürden die KMK in diesem Jahr nehmen will.<span id="more-98"></span></p>
<p><em>Herr Dr. Spaenle, Sie beginnen Ihre Präsidentschaft zu einer Zeit, in der es in der Bildungspolitik turbulent hergeht: Es gibt Probleme mit der Studienreform, über die Schulstruktur wird wieder heftig debattiert und um die Bildungsfinanzierung steht es auch nicht gerade gut. Fangen wir mit den Hochschulen an: Der Bildungsstreik im vergangenen Jahr hat die Finger in die Wunde „Bolognareform“ gelegt. Glauben Sie, dass sich die mit der Studienreform einhergehenden Probleme kurzfristig werden lösen lassen? Und was wird die Aufgabe der KMK sein?</em></p>
<p><strong><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-2_dr_ludwig_spaenle_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-110" style="border: 1px solid black; margin: 1px 4px;" title="Seite 2_dr_ludwig_spaenle_1" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-2_dr_ludwig_spaenle_1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Die Frage der Weiterentwicklung der Studienstrukturreform Bologna ist sicher ein dringendes Problem. Die KMK hat in ihrem Beschluss vom 10. Dezember ganz konkrete Empfehlungen ausgesprochen, die sich unter anderem auf die Dichte der Leistungserhebung, auf Fragen der Individualisierung und auf die Dauer von einzelnen Studiengängen beziehen. Natürlich wird die KMK auch die weitere Entwicklung beobachten. Sie wird Anfang März eine entsprechende Fachtagung durchführen, dann schließen sich Folgekonferenzen in Wien und Budapest an und in Absprache mit der Bildungsministerin wird dann im April eine Art Resümeetermin stattfinden.</p>
<p><em>Aber den Studierenden läuft die Zeit davon. Wann ist mit konkreten Änderungen zu rechnen?</em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Die Gestaltungshoheit der Hochschulen in Deutschland hat sich in den letzten Jahren massiv zu ihren Gunsten und zuungunsten der zuständigen Ministerien verändert, die Rahmenbedingungen bzw. diese ganz konkreten Handlungsempfehlungen der KMK liegen auf dem Tisch. Es liegt jetzt an den Hochschulen, diese Dinge &#8211; im Dialog mit dem jeweiligen Wissenschaftsministerium  - zu implementieren.</p>
<p><em>Als neuer KMK-Präsident wollen Sie die Einheit in der Vielfalt bewahren. Meinen Sie damit die Schulstruktur? Schließlich gibt es in den meisten Bundesländern bereits keine Hauptschulen mehr, und auch in Bayern steuern Sie auf die Mittelschule zu.</em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle: </strong>Zunächst einmal halte ich die Eigenständigkeit der Länder aus staatspolitischen Gründen für einen hohen Eigenwert des politischen Systems in Deutschland. Gerade nach der Föderalismuskommission I, die hier die Letztgestaltungskompetenz bei den Ländern verortet hat, müssen die Länder allerdings auch in gesamtstaatlicher Verantwortung handeln. Das verstehe ich unter Einheit in der Vielfalt. Die Ausschöpfung der Gestaltungskompetenz in Schulorganisationsfragen ist eine ganz wesentliche Komponente der Bildungspolitik in Deutschland. Sie darf allerdings nicht dazu führen, dass Kinder unter einem Schulwechsel leiden, wenn Familien von einem Bundesland in ein anderes umziehen. Und deswegen hat die KMK vor wenigen Jahren eine richtige Strategie eingeschlagen, nämlich sich nicht in Schulorganisationsfragen zu verbeißen, sondern die Vergleichbarkeit der Abschlüsse über inhaltliche Standards sicherzustellen.</p>
<p><em>Zu Ihrem Amtsantritt haben Sie zwei weitere Themen in den Vordergrund gestellt: die Inklusion – also die Umsetzung der UN-Konvention zu den Behindertenrechten für den schulischen Bereich &#8211; und die Weiterentwicklung der Bildungsstandards. Noch ist das deutsche Schulsystem weit entfernt von Inklusion. Wie kann die Entwicklung vorangetrieben werden?</em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Die KMK hat sich darauf verständigt, auch hier entsprechende Grundsätze zu formulieren. Das Anliegen ist auf dem Weg, es gibt die entsprechenden Arbeitsgruppen. Ich halte gerade die Inklusion für ein Schlüsselthema in diesem Jahr. Es ist unsere Aufgabe, die Teilhabegerechtigkeit für Menschen mit entsprechenden Förderbedarfen im Regelschulwesen ein gutes Stück voranzubringen oder zumindest die Weichen dafür zu stellen, dass diese auf lange Sicht umgesetzt werden kann.</p>
<p><em>Die Bildungsstandards, so war zu lesen, sollen in ihrer konkreten Umsetzung überprüft werden. Heißt es, bislang hapert es damit noch in den einzelnen Bundesländern und wie soll es besser werden?</em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Wenn man in unterschiedlichen Bildungssystemen unterwegs ist, dann ist die Implementierung von inhaltlichen Standards für Abschlüsse natürlich die richtige Strategie. Die liegen für den Primarabschluss und den mittleren Schulabschluss vor, für das Abitur und den Hauptschulabschluss werden sie entwickelt. Mit den Bildungsstandards hat die KMK den richtigen Weg eingeschlagen. Sie hat damit ihre Kompetenz für die Bildungspolitik in gesamtstaatlicher Verantwortung ausgeübt. Das heißt, dass jedes Bundesland seine Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich Schulorganisation wahrnimmt, aber es muss gelten, dass niemand, der in Deutschland das Grundrecht der Freizügigkeit wahrnimmt, darunter leiden darf.</p>
<p><em>Aber Sie sind noch nicht so recht zufrieden mit der Umsetzung in dem einen oder anderen Bundesland? </em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Der Grad der Umsetzung der Standards in konkrete Lehrpläne ist in den Ländern tatsächlich unterschiedlich weit vorangeschritten. Wir müssen dafür sorgen, dass die Bildungsstandards in den Klassen, im Unterricht vor Ort, ankommen. Ich halte die Frage der inhaltlichen Vergleichbarkeit von Mindestanforderungen für Abschlüsse für den Lakmustest der politischen Handlungsfähigkeit der KMK.</p>
<p><em>Weder von der frühkindlichen Bildung noch von der beruflichen Ausbildung war in Ihrer ersten Pressemitteilung als KMK-Präsident etwas zu lesen. Besteht dort also gegenwärtig kein Handlungsbedarf? </em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Es gab auch keine konkreten Aussagen zum Themenbereich Kultur, den die KMK ebenfalls verantwortet.  Die frühkindliche Bildung, die berufliche Bildung, die europäische Mobilität überhaupt die Rolle Europas in der Bildung sind Themenfelder, die genau auch zum Spektrum dieses Jahres gehören werden.</p>
<p><em>Auf dem ersten Bildungsgipfel von Kanzlerin und Ministerpräsidenten im Oktober 2008 in Dresden war von bis zu 60 Milliarden Euro an Mehrbedarf pro Jahr für die Bildung die Rede, beim zweiten Bildungsgipfel im Dezember 2009 in Berlin schrumpfte dieser Betrag bereits auf 13 Milliarden Euro. Muss man da als KMK-Präsident nicht verzweifeln?</em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Persönliche Emotionen haben mit dem Amt des KMK-Präsidenten überhaupt nichts zu tun. Seine Aufgabe ist es, die Meinung der 16 Länder bildungspolitisch zur Geltung zu bringen. Und ich halte den 2. Bildungsgipfel, auf dem der Bund seine Bereitschaft erklärt hat, sich mit 40 Prozent bei den Mehrausgaben für die Bildung zu beteiligen, für einen Fortschritt. Die Eigenständigkeit der Länder muss in diesem Verfahren allerdings gewahrt bleiben. Deswegen ist es aus meiner Sicht besser, dieses Ziel durch die Übertragung von Steueraufkommenspunkten für Bildungszwecke zu erreichen als über die Finanzierung bestimmter Projekte. Aber das wird den weiteren  Verhandlungen vorbehalten bleiben.</p>
<p><em>Sie bleiben also optimistisch?</em></p>
<p><strong>Dr. Ludwig Spaenle:</strong> Wenn ich mit der Zukunft junger Menschen umgehe, gehört Optimismus zur Grundausstattung.</p>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://www.kmk.org/" target="_blank">Kultusministerkonferenz</a></strong></p>
<h3>Dazu auf der didacta</h3>
<p>Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz wird an zwei Veranstaltungen der didacta 2010 teilnehmen:</p>
<p><strong>Bündnis frühkindliche Bildung: Gemeinsam Verantwortung tragen &#8211; </strong><strong>Podiumsdiskussion mit</strong><strong> </strong>Dr. Ludwig Spaenle,  Präsident der Kultusministerkonferenz, Dr. Stefan Articus, Deutscher Städtetag, Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Didacta Verband, Anette Stein, Bertelsmann Stiftung, Dieter Greese,  Deutscher Kinderschutzbund NRW, Andreas Meiwes, Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Moderation: Doris Sandbrink und Britta Discher. Musikalische Einführung: Kinderchor der Musikschule Herdecke. <a href="http://www.didacta.de/didacta-die-Bildungsmesse_forum-didacta-aktuell.php" target="_blank">Forum &#8220;didacta aktuell: Wirtschaft &#8211; Bildung &#8211; Verantwortung&#8221;</a>, Halle 9 Stand A20/B21, 16.03.2010 14 Uhr</p>
<p><strong>Zeitgeschichte im Unterricht – Welchen Auftrag zur Demokratieerziehung hat sie? </strong>- Mit einer Erklärung zur Stärkung von Zeitgeschichte im Unterricht hat die Kultusministerkonferenz 2009 deutlich gemacht, dass sie die Behandlung der jüngsten deutschen Geschichte – von der Weimarer Republik bis zum Mauerfall – als integralen Teil von Demokratieerziehung versteht. Doch in welchem Umfang sollen die Themen behandelt werden? Und wie erreichen sie die Köpfe der Schüler? Diskutieren werden der KMK-Vorsitzende und Bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle,<br />
selbst studierter Historiker, die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler und der Vorsitzende des<br />
Geschichtslehrerverbandes Peter Lautzas sowie als Experte für die zuschauergerechte Aufbereitung von Geschichtsthemen Stefan Brauburger von der ZDF-Redaktion „Zeitgeschichte und Zeitgeschehen“., <a href="http://www.vds-bildungsmedien.de/forum-bildung/" target="_blank">forum bildung</a>, Halle 6 Stand E41, 19.03.2010 12:30 Uhr</p>
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		<title>Schule Hochschule</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 14:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprachenunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundarstufe]]></category>

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		<description><![CDATA[Englisch: Wie klappt der Übergang in die Sekundarstufe? - Große Lernerfolge in der Grundschule

Bis in die neunziger Jahre gab es in deutschen Grundschulen keinen Fremdsprachenunterricht. Mittlerweile aber ist er dort flächendeckend angekommen. Nicht nur für die Grundschullehrer, auch für ihre Kollegen in den weiterführenden Schulen, bedeutet diese Veränderung eine große Herausforderung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Englisch: Wie klappt der Übergang in die Sekundarstufe?</strong></h2>
<h4>Große Lernerfolge in der Grundschule</h4>
<p>Bis in die neunziger Jahre gab es in deutschen Grundschulen keinen Fremdsprachenunterricht. Mittlerweile aber ist er dort flächendeckend angekommen. Nicht nur für die Grundschullehrer, auch für ihre Kollegen in den weiterführenden Schulen, bedeutet diese Veränderung eine große Herausforderung.<span id="more-97"></span>Denn jetzt haben es die Lehrer der fünften Klassen mit Schülern zu tun, die längst ihre ersten Schritte in der Fremdsprache gemacht haben und am Ende der vierten Klasse bereits erkennbare Kompetenzen in der Fremdsprache vorweisen können. Das liegt auch an der Entwicklung des Unterrichts in der Grundschule. In den letzten Jahren hat man sich dort nämlich nach und nach vom zunächst propagierten rein spielerischen Ansatz des frühen Englischlernens verabschiedet. Das Stichwort in den meisten Bundesländern heißt jetzt &#8220;ergebnisorientierter Englischunterricht&#8221; und der findet auf der Grundlage von Lehrplänen statt. Wie bei anderen Fächern auch müssen die Kinder nach der vierten Klasse also von den weiterführenden Schulen dort abgeholt werden, wo sie bereits stehen. Dafür sorgen neben den Lehrplänen auch aufeinander abgestimmte Lehrbücher und Lehrerhandreichungen.</p>
<p>In Nordrhein-Westfalen wird seit dem Frühjahr 2008/2009 Englisch ab Klasse 1 unterrichtet, mit großen Lernerfolgen, wie Wissenschaftler bereits belegen konnten. So berichtete Professor Jörg-U. Keßler von der PH Ludwigsburg im vergangenen Jahr im Amtsblatt des Schulministeriums &#8220;Schule NRW&#8221;, dass Grundschulkinder frei sprechen lernen und ein ausgezeichnetes Hörverstehen haben. Sie erreichten problemlos Stufe A1 des europäischen Referenzrahmens, so Keßler. Dies, so der Wissenschaftler, kann in den weiterführenden Schulen weiterentwickelt werden. Ob und wie diese Weiterführung bereits gelingt, welche Probleme, aber auch welche Konzepte und Hilfestellungen es gibt, soll auf einem Symposion auf der didacta erörtert werden. Am 16. und 17. März geht es dort um „<a href="../.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/Flyer_Fachtagung_Englisch_2010.pdf" target="_blank">Individuelle Förderung im Englischunterricht – Gestaltung des Übergangs von der Primarstufe zur Sekundarstufe I“.</a></p>
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		<item>
		<title>Schule/Hochschule</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/02/schulehochschule-3/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 13:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt Universität Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Dr. Hans Bertram]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die Eltern müssen in die Städte ziehen“
Interview mit dem Berliner Mikrosoziologen Professor Dr. Hans Bertram
Weniger Kinder – weniger Schulen, das ist eine einfache Rechnung. Immer mehr Schulen werden in Deutschland geschlossen - mit unangenehmen Auswirkungen auf die Schüler und ihre Familien. So sind zum Beispiel viele Schüler in Mecklenburg-Vorpommern täglich zwei Stunden und länger unterwegs, weil die nächste Schule so weit entfernt liegt. Wir wollten von dem Mikrosoziologen Prof. Dr. Hans Bertram von der Humboldt Universität Berlin wissen, welche Konsequenzen die demografische Entwicklung auf die Schulen und Familien hat und haben wird. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Die Eltern müssen in die Städte ziehen“</strong></h2>
<h3><strong>Interview mit dem Berliner Mikrosoziologen Professor Dr. Hans Bertram</strong></h3>
<p>Weniger Kinder – weniger Schulen, das ist eine einfache Rechnung. Immer mehr Schulen werden in Deutschland geschlossen &#8211; mit unangenehmen Auswirkungen auf die Schüler und ihre Familien. So sind zum Beispiel viele Schüler in Mecklenburg-Vorpommern täglich zwei Stunden und länger unterwegs, weil die nächste Schule so weit entfernt liegt. Wir wollten von dem Mikrosoziologen Prof. Dr. Hans Bertram von der Humboldt Universität Berlin wissen, welche Konsequenzen die demografische Entwicklung auf die Schulen und Familien hat und haben wird. <span id="more-106"></span></p>
<p><em>Herr Professor Bertram, haben Kinder, die in Mecklenburg-Vorpommern auf dem flachen Land leben, schlechte Karten?</em></p>
<h2><strong><strong></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_114" class="wp-caption  alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-6-Prof-Bertram.jpg"><img class="size-medium wp-image-114" title="Seite 6 Prof Bertram" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-6-Prof-Bertram-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Prof.  Dr. Hans Bertram</dd>
</dl>
</div>
<p></strong></strong></h2>
<p><strong>Professor Dr. Hans Bertram:</strong> Diesen Satz kann ich so unterstreichen. Zu negativen Auswirkungen würde ich sagen: Es kann so sein. Hundertprozentig weiß man nie, ob der lange Schulweg Mitschuld an schlechten Schulleistungen hat. Aber, wenn Schüler neben der eigentlichen schulischen Leistungsfähigkeit weitere Leistungen erbringen müssen, wie beispielsweise eine lange Anreise, dann sind allein schon ihre zeitlichen Chancen, sich auf die Schule zu konzentrieren, einfach viel geringer, als wenn sie in einer Großstadt wie München oder Berlin leben, wo die Bildungsinfrastruktur einfach besser ist.</p>
<p><em>Im vergangenen Jahr haben Sie bei den Reckahner Bildungsgesprächen aus einer Zusatzuntersuchung zu den PISA-Ergebnissen über die schlechten Mathematikleistungen der 15-jährigen Schüler in Mecklenburg-Vorpommern zitiert und einen Zusammenhang zu den langen Schulwegen hergestellt.</em></p>
<p>Das, worauf ich mich bezog, war eine Untersuchung von Professor Baumert auf der Basis PISA 2003 über die Leistungsdifferenzen zwischen den Bundesländern. Baumert hat geprüft, welche Bedeutung die soziale Herkunft hat. Mecklenburg-Vorpommern gehörte zu den Ländern, die bei PISA nicht so gut dastanden und in denen die soziale Herkunft einen offensichtlich sehr viel stärkeren Einfluss ausübt als beispielsweise in Sachsen. Nun haben aber Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern eine ähnliche Bildungsgeschichte. Sachsen ist jedoch, ganz anders als Mecklenburg-Vorpommern, ein eher kleinräumiges Land mit einer dichten Besiedelung, ähnlich wie in Westdeutschland. Deswegen die Schlussfolgerung: Wenn sonst alle Bedingungen ähnlich sind, muss man davon ausgehen, dass hier die Infrastruktur eine Rolle spielt.</p>
<p><em>Demografen warnen ja nicht erst seit gestern vor den Folgen des demografischen Wandels. Horst Köhler hat den demografischen Wandel sogar zur politischen und gesellschaftlichen Kernaufgabe erklärt. Ist das überhaupt in der Politik angekommen? Welche Chancen gibt es denn jetzt noch, diese Folgen &#8211; was den Bildungsbereich angeht – abzumildern?</em></p>
<p><strong>Professor Dr. Hans Bertram:</strong> Das ist ganz einfach: Die Eltern müssen in die Städte ziehen. Es gibt keine andere Lösung. Wir werden einfach akzeptieren müssen, dass dieses Problem nur dadurch zu lösen ist, dass die Eltern zur Infrastruktur ziehen. In den ländlichen Regionen, die in der Fläche ganz wenig Kinder haben, muss man die Zentren so attraktiv machen, dass die Eltern sich entscheiden, dort zu leben. Das hört sich zwar böse an, aber ich glaube, im Interesse der Kinder gibt es keine andere Lösung. Die Vorstellung, man könnte jetzt flächendeckend in den ländlichen Regionen bei 60 Personen pro Quadratkilometer eine solide Infrastruktur aufrechterhalten, halte ich für völlig unrealistisch.</p>
<p><em>Wird denn die demografische Entwicklung auch eine Veränderung des Schulsystems nach sich ziehen?</em></p>
<p><strong>Professor Dr. Hans Bertram:</strong> Ja, das wird passieren. Das dauert bei uns zwar immer ein bisschen länger, aber der Zug zum zweigliedrigen Schulsystem ist doch schon gestartet. Auf Dauer wird es das sechs- oder achtjährige gemeinsame Lernen  geben. Dann gibt es womöglich, ähnlich wie in Finnland, eine darüberliegende Oberstufe mit verschiedenen Angeboten, aber nicht mit unterschiedlichen institutionellen Schulformen. Es wird ja bereits in vielen Flächenländern über Schulzusammenlegungen diskutiert. Das heißt, wir brauchen &#8211; ob wir das wollen oder nicht &#8211; Gesamtschulangebote. Ich weiß, das ist in Deutschland ein Wort, mit dem man sich nicht unbedingt Freunde macht. Wenn die Flächenländer aber ein ausdifferenziertes Bildungsangebot für viele Kinder anbieten wollen, dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als Schulzentren zu entwickeln, wo die Kinder aus den ländlichen Regionen auch wirklich ein gutes Angebot bekommen. Das funktioniert aber nicht mit einem gegliederten Schulsystem. Unter der demografischen Perspektive tun Flächenländer wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und auch &#8211; man traut sich gar nicht, es zu sagen &#8211; bestimmte Teile von Bayern, gut daran, darüber nachzudenken, ob man nicht auf Dauer aufgrund der vorhandenen Entwicklungslinien sagt: Wir müssen eher in Schulzentren investieren. Das geht aber nur dann, wenn die Kinder in der Nähe wohnen. Wenn wir ihnen allen also ein ausdifferenziertes Angebot liefern wollen, müssen wir akzeptieren, dass die Schulform sich ändern wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schule/Hochschule</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Außerschulische Lernorte]]></category>
		<category><![CDATA[Autostadt]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Michael Pries]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Nixdorf Museums Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Irmgard Rothkirch]]></category>
		<category><![CDATA[NaturGut Ophoven]]></category>

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		<description><![CDATA[„Plötzlich entdecken Schüler ihr Interesse für ein bestimmtes Thema“
Außerschulische Lernorte bereichern den Unterricht
„Hier muss es doch irgendwo stehen!“ Fabian, Lukas, Judith, Christine suchen konzentriert nach der Antwort auf die Frage „Wo entstand die Keilschrift?“ Ausgestattet mit einer Sofortbildkamera, mit Aufgabenzettel und Stiften eilen die vier Schüler durch das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Dabei konkurrieren sie mit vier weiteren Gruppen ihrer Schule um den Sieg bei dieser Museumsrallye.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Plötzlich entdecken Schüler ihr Interesse für ein bestimmtes Thema“</strong></h2>
<h3><strong>Außerschulische Lernorte bereichern den Unterricht</strong></h3>
<p>„Hier muss es doch irgendwo stehen!“ Fabian, Lukas, Judith, Christine suchen konzentriert nach der Antwort auf die Frage „Wo entstand die Keilschrift?“ Ausgestattet mit einer Sofortbildkamera, mit Aufgabenzettel und Stiften eilen die vier Schüler durch das Heinz Nixdorf MuseumsForum. Dabei konkurrieren sie mit vier weiteren Gruppen ihrer Schule um den Sieg bei dieser Museumsrallye.<span id="more-108"></span><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/TD2-Seite7-Außerschulische-Lernorte.jpg"><img class="alignleft  size-medium wp-image-126" style="margin: 2px; border: 1px solid black;" title="TD2 Seite7 Außerschulische Lernorte" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/TD2-Seite7-Außerschulische-Lernorte-199x300.jpg" alt="Autostadt Wolfsburg: Inszenierte Bildung" width="199" height="300" /></a>Mit ihren beiden Lehrern Klaus-Dieter Bollmann und Andreas Kaun sind die 20 Schüler der Haupt- und Realschule Bevern heute Morgen nach Paderborn gereist. Das Museum ist aber nicht Ziel eines Klassenausflugs oder Wandertags, der Besuch ist Teil des Unterrichts. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) ist einer von vielen außerschulischen Lernorten, die es bundesweit gibt. Außerschulische Lernorte zeigen, wie lernen, entdecken und forschen in einer anderen Umgebung funktionieren.</p>
<p>„Als außerschulischer Lernort ist das Heinz Nixdorf Museums Forum relativ nahe am Leben seiner jungen Besucher“, erklärt die Leiterin der Museumspädagogik im HNF, Irmgard Rothkirch. „Alle haben zwar Handy und Computer. Aber wir stellen immer wieder fest, dass die wenigsten wissen, wie zum Beispiel die Daten auf eine CD kommen. Wenn man außerdem guckt, wie sorglos sich junge Menschen im Internet bewegen, sehe ich das HNF in der Pflicht, diese Dinge zu problematisieren und zu erklären.“</p>
<p>Viele Museen sind gleichzeitig außerschulische Lernorte, aber auch andere Einrichtungen haben sich auf das außerschulische Lernen spezialisiert, wie zum Beispiel das NaturGut Ophoven in Leverkusen, wo Kinder Tier und Natur konkret erleben können, oder die Autostadt, die sich fächerübergreifend auf den Themenbereich Mobilität konzentriert. Rund 196 000 Schüler besuchten im vergangenen Jahr die in Wolfsburg angesiedelte Einrichtung.</p>
<p>„Im Prinzip kann die Bäckerei um die Ecke auch zum außerschulischen Lernort mutieren, weil die Schüler dort erleben können, wie man Brötchen backt und verkauft. Das ist auch in Ordnung“, erklärt Dr. Michael Pries, der in der Autostadt den Bereich „Inszenierte Bildung“ leitet. Gleichzeitig wendet er aber ein, dass für einen qualitativ hochwertigen außerschulischen Lernort auch bestimmte Anforderungen gelten sollten. „Das beginnt bei der Qualifikation dessen, der in die Rolle des zusätzlichen Lehrers schlüpft, und geht weiter mit der Frage, ob es eine didaktische Aufbereitung und eine Anbindung an den Lehrplan gibt.“ Pries plädiert für Standards für außerschulische Lernorte, „damit die Lehrer nachprüfen können, was ihnen dieser Lernort bietet und wie er in den Unterricht und das Curriculum eingebunden werden kann.“ Unter anderem zur Entwicklung dieser Standards wurde jetzt Didacta Verband die Arbeitsgruppe &#8220;Außerschulische Lernorte&#8221; gegründet.</p>
<p>Zunächst einmal muss der Lehrer aber über das Angebot an außerschulischen Lernorten informiert sein und da fühlen sich manche Kollegen allein gelassen, berichtet  Andreas Kaun: „In den Lehrplänen werden zwar die Möglichkeiten für solche Fahrten eröffnet. Aber uns Lehrern werden kaum weitere Hilfen gegeben. So gibt es wenig konkrete Vorschläge oder Fortbildungen. Hilfreich wäre auch eine Datenbank mit allen verfügbaren Angeboten. Die Idee, mit meinen Schülern ins Heinz Nixdorf Museum zu fahren, kam mir auf dem Weg zur Arbeit, als ich ein Plakat sah und dachte. Das wär etwas für meinen Kurs.“</p>
<p>Und schließlich ist auch der organisatorische und zeitliche Aufwand für die Lehrer nicht zu unterschätzen: Es muss ein Antrag bei der Schulleitung gestellt werden, Versicherungsfragen müssen geklärt und Elternbriefe geschrieben werden. Dann werden Unterschriften eingeholt und Geld eingesammelt. Und schließlich muss der Termin mit dem Kollegium abgesprochen werden, etwa, weil an diesem Tag keine Klassenarbeiten geschrieben werden dürfen.</p>
<p>Trotzdem, so meinen Kaun und Bollmann übereinstimmend, lohnt sich der Besuch eines außerschulischen Lernorts allemal. Deshalb fahren die Lehrer der Haupt- und Realschule Bevern auch regelmäßig mit Schülergruppen in den niedersächsischen Landtag: „Ich erlebe immer, wieder Schüler, die im Politikunterricht ruhig sind und dann im Raum der niedersächsischen Pressekonferenz plötzlich aufstehen und dem Minister Fragen stellen.“</p>
<p>In Paderborn und Wolfsburg merken die Verantwortlichen, dass seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums die Besuche aus der Oberstufe nachgelassen haben. Insgesamt aber nimmt die Nachfrage zu. „Die Ganztagsschulen müssen ihren Unterricht und ihre Angebote anders gestalten, da wächst der Bedarf an Unterstützung von außen deutlich“, berichtet Michael Pries.<a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-7_8-Außerschulische-Lernorte.jpg"><img class="size-medium wp-image-115 alignright" style="border: 1px solid black; margin: 1px;" title="Seite 7_8 Außerschulische Lernorte" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-7_8-Außerschulische-Lernorte-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>Vor zwei Jahren haben die Wolfsburger den Schwerpunkt „Technische Frühbildung“ entwickelt und können sich seitdem über die Nachfrage aus den Kindergärten nicht beklagen. Groß ist das Interesse generell auch aus den ersten Jahrgängen der Sekundarstufe I. Im Computermuseum Paderborn sind die GPS-Touren bei den 5. bis 8.-Klässlern sehr beliebt: Jeweils eine kleine Gruppe von Schülern bekommt ein GPS-Gerät. Die Jugendlichen werden in die Technik eingewiesen und dann mit einem bestimmten Ziel rund um das HNF auf die Reise geschickt.</p>
<p>Neben der thematischen Ausrichtung und den speziellen Angeboten ist für die Schulen bei der Auswahl eines außerschulischen Lernorts ein weiterer Punkt entscheidend: Er darf nicht allzu weit entfernt sein. „Etwa eine Stunde Anfahrtszeit nehmen die Schulen in Kauf“, weiß Michael Pries.  Es sei denn, das Ganze wird eingebettet in einen Schullandheim- oder Jugendherbergsaufenthalt. Diese Einrichtungen bieten oftmals Pauschalangebote an und kooperieren dabei mit Museen oder anderen außerschulischen Lernorten in der näheren Umgebung.</p>
<p>Auf jeden Fall sollten die Schulen ihren Aufenthalt nicht zu kurz kalkulieren, rät Irmgard Rothkirch. „Bringen Sie noch ein bisschen Zeit mit,“ empfiehlt sie deswegen ihren Besuchern. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der eine oder andere Schüler noch ein bisschen im Museum stromern will, weil er plötzlich sein Interesse für ein bestimmtes Thema entdeckt hat.“</p>
<h3><strong>Links</strong></h3>
<p><a href="http://www.hnf.de/" target="_blank">Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF)</a></p>
<p><a href="http://www.autostadt.de/portal/site/www/" target="_blank">Die Autostadt</a></p>
<h3><strong>Dazu auf der didacta</strong></h3>
<p><strong>Außerschulische Lernorte als wichtige Partner für Bildungseinrichtungen.</strong> Was ist ein außerschulischer Lernort? Und woran erkennt man qualitativ hochwertige Bildungsarbeit an außerschulischen Lernorten? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Symposiums „Außerschulische Lernorte – Partner der Schule“, das die Autostadt in Wolfsburg veranstaltet. Prof. Dr. Gerald Hüther, Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg, führt mit einem Vortrag über die „Bedeutung eigener Erfahrungen für nachhaltige Lernprozesse“ in die Thematik ein. Weitere Experten auf dem Podium sind Prof. Dr. Renate Freericks von der Hochschule Bremen und der Journalist und Filmemacher<br />
Reinhard Kahl. Congress-Centrum Ost, Offenbachsaal,19.3 2010, 10:00 – 16:00 Uhr</p>
<p>Im Anschluss an die Fachvorträge werden am Nachmittag in Arbeitsgruppen Best-Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen vorgestellt und Fragen der Vernetzung von schulischer<br />
und außerschulischer Bildung diskutiert. Die Veranstaltung ergänzt den Messe-Auftritt der Autostadt, die den Besuchern an drei Themeninseln ihr umfangreiches Bildungsangebot präsentiert.<br />
Halle 6.1, Stand C50/D51.</p>
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		<item>
		<title>Interview</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/02/interview-3/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 11:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna-Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulrektorenkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Dr. Margret Wintermantel]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die Hochschulen fühlen sich mit einer staatlich beschlossenen Jahrhundert-Reform allein gelassen“
Interview mit der  Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel
1999 haben die europäischen Bildungsminister mit dem Bologna-Prozess den europäischen Hochschulraum ausgerufen. Zehn Jahre später aber haben die heftigen Proteste der Studierenden die Reform auf den Prüfstand gestellt. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel erläutert im Interview, wie sich die Reform der Reform entwicklen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Die Hochschulen fühlen sich mit einer staatlich beschlossenen Jahrhundert-Reform allein gelassen“</strong></h2>
<p><strong>Interview mit der  Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel</strong></p>
<p>1999 haben die europäischen Bildungsminister mit dem Bologna-Prozess den europäischen Hochschulraum ausgerufen. Zehn Jahre später aber haben die heftigen Proteste der Studierenden die Reform auf den Prüfstand gestellt. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel erläutert im Interview, wie sich die Reform der Reform entwicklen wird.<span id="more-99"></span></p>
<p><em>Frau Präsidentin, HRK und KMK , so hieß es Anfang Dezember, wollen sich gemeinsam an die Beseitigung der Probleme machen, die bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses entstanden sind.  Gibt&#8217;s schon konkrete Ergebnisse?</em></p>
<p><strong>Prof. Dr. Wintermantel:</strong> KMK und HRK bleiben im Gespräch. Ein wichtiger Schritt war die Überarbeitung der ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Gestaltung der Studienprogramme, die die KMK Anfang des Monats verabschiedet hat. Die Professorinnen und Professoren in den Hochschulen arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung und Verbesserung der Studienangebote und beziehen dabei die Studierenden und ihre berechtigten Anliegen mit ein.</p>
<p><em>Und was ist in diesem Jahr zu erwarten? An welchen Stellen soll vordringlich geschraubt werden? Immerhin läuft den Studierenden (und auch den Lehrenden) die Zeit weg.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_117" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/seite-9-wintermantel.jpg"><img class="size-medium wp-image-117" title="seite 9 wintermantel" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/seite-9-wintermantel-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Margret Wintermantel</p></div>
<p><strong>Prof. Dr. Wintermantel:</strong> Wichtige Etappen sind das Bologna-Treffen, an dem die Studierenden, die HRK und die KMK beteiligt sind und zu dem Bundesministerin Schavan eingeladen hat, und natürlich auch der Bildungsgipfel der Bundeskanzlerin. Wir brauchen konkrete Ergebnisse was die weitere Umsetzung der Studienreform betrifft. Und vor allem muss die Finanzierungsfrage endlich gelöst werden: intensivere Lehre mit kleineren Lerngruppen erfordert mehr Personal, erfordert also zusätzliche Mittel, die kapazitätsneutral eingesetzt und verwendet werden können.</p>
<p><em>Nach wie vor ist der Zugang zum Masterstudium eingeschränkt, obwohl viele Organisationen wie der Deutsche Hochschulverband  oder die Deutsche Physikalische Gesellschaft fordern, dass der Master und nicht der Bachelor Regelabschluss werden muss. Können und wollen denn die Hochschulen diese Forderung überhaupt erfüllen?</em></p>
<p><strong>Prof. Dr. Wintermantel:</strong> Derzeit wissen wir noch nicht, wie viele Studierende direkt nach dem Bachelor in einen Master-Studiengang wechseln und wie viele nach einer ersten Phase der Berufstätigkeit einen Master anfügen wollen. Dies hängt von den individuellen Entscheidungen der Studierenden und der Entwicklung des Arbeitsmarkts ab und wird nach Fächern sehr unterschiedlich sein. Ich halte es daher für verfehlt, von einem &#8220;Regelabschluss&#8221; zu sprechen. Wir brauchen genügend Masterplätze, damit alle Studierenden, die geneigt und geeignet sind, ein Masterstudium machen können. Auch müssen wir den Studierenden die im Bologna-Prozess liegende Chance einräumen, durch Wahl eines – im Verhältnis zum Bachelor &#8211; fachfremden Masters eine individuelle Bildungsbiografie zu entwerfen.</p>
<p><em>Es ist immer vom europäischen Hochschulraum die Rede, von der Vergleichbarkeit und der Mobilität. Aber Erfahrungen zeigen, dass den Studierenden schon innerhalb Deutschlands die Möglichkeiten zur Mobilität genommen wurden. Hat jede Hochschule ihre eigene Reform gemacht, ohne nach rechts und links zu gucken?</em></p>
<p><strong>Prof. Dr. Wintermantel:</strong> Das ist ganz bestimmt nicht so. Aber der Geist von Bologna, der eine liberale Praxis bei der Anerkennung von Leistungen erfordert, hat noch nicht überall Einzug gehalten. Studierende, die ein Auslandssemester absolvieren oder die Universität wechseln, müssen ihre Studienleistungen hinterher anerkannt bekommen. Man muss sich im Einzelfall anschauen, welche Kompetenzen die Studentin/der Student bisher erworben hat. Und nicht, ob exakt das gemacht wurde, was die eigene Studienordnung vorschreibt.</p>
<p><em>Sie haben jüngst die notwendige politische Unterstützung für die Studienreform eingefordert. Hat die Politik die Hochschulen im Regen stehen lassen? Und welche Unterstützung meinen Sie?</em></p>
<p><strong>Prof. Dr. Wintermantel: </strong>Es geht um Deregulierung, es geht um Finanzierung und es geht um Kommunikation. Noch immer beschränken viele Länder die Hochschulen durch zu viele unnötige Regelungen bei der Gestaltung der Studienprogramme, noch immer ist die Reform nicht finanziert und noch immer gibt es keine vernünftige Vermittlung dessen, was Bologna will und ist. Angesichts dieser Tatsachen ist es wohl nachzuvollziehen, dass die Hochschulen sich mit einer staatlich beschlossenen Jahrhundert-Reform allein gelassen fühlen.</p>
<h3><strong>Dazu auf der didacta</strong></h3>
<p>Im Diskussionsforum „Hochschule trifft Schule“ in Halle 6 werden an allen Messetagen von 11 –16 Uhr Kurzvorträge zu verschiedenen Themen angeboten. Die einzelnen Schwerpunkte:</p>
<p>16.3.2010 „Lehrerbildung“,<br />
18.3.2010 „E-Learning“,<br />
19.3.2010 „Übergang Schule – Hochschule“,<br />
20.03.2010 „Berufsbild des Lehrers im Wandel“.  Weitere Informationen: <a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/didacta_SchuleHschule_komplett_2010.pdf" target="_blank">Flyer Schule/Hochschule</a></p>
<p>Am 17.1.2010 findet hier auch der <a href="http://www.didacta.de/didacta-die-Bildungsmesse_HOCHSCHULTAG-2010.php" target="_blank">Hochschultag 2010</a> zum Thema „Digitales Zeitalter in Schule und Hochschule – Veränderungen für Lehre, Prüfungen und Publikationen“ statt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schule/Hochschule</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/01/die-deutsche-schule-auf-dem-weg-in-die-zweigliedrigkeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 14:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesländer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtschule]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptschule]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelschule]]></category>
		<category><![CDATA[Oberschule]]></category>
		<category><![CDATA[Realschule]]></category>
		<category><![CDATA[Realschule plus]]></category>
		<category><![CDATA[Regelschule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulformen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundarschule]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtteilschule]]></category>
		<category><![CDATA[Werkrealschule]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittelschule, Sekundarschule, Regelschule, Oberschule, Werkrealschule, Realschule, Realschule plus, Stadtteilschule, Gymnasium, Gesamtschule: In den sechzehn Bundesländern haben die Schulformen, die auf die Grundschule folgen, viele verschiedene Namen. Immer seltener aber taucht der Begriff Hauptschule auf. Wird das deutsche Schulsystem also nach und nach zweigliedrig?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Die deutsche Schule: Auf dem Weg in die Zweigliedrigkeit?</strong></h2>
<p>Mittelschule, Sekundarschule, Regelschule, Oberschule, Werkrealschule, Realschule, Realschule plus, Stadtteilschule, Gymnasium, Gesamtschule: In den <strong><a title="Die Schulen in den 16 Bundesländern" href="http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/01/die-deutsche-schule-auf-dem-weg-in-die-zweigliedrigkeit/#viele_viele_namen " target="_self">sechzehn Bundesländern</a> </strong><strong> </strong> haben die Schulformen, die auf die Grundschule folgen, viele verschiedene Namen. Immer seltener aber taucht der Begriff Hauptschule auf. Wird das deutsche Schulsystem also nach und nach zweigliedrig?</p>
<p><strong><span id="more-22"></span></strong></p>
<p>„Wieder zweigliedrig“ müsste man eigentlich sagen, denn die Zweigliedrigkeit ist kein neues Modell. Schließlich war das deutsche Schulsystem zweigliedrig, als es neben dem Gymnasium, der einstigen &#8220;Gelehrtenschule&#8221;, nur die Volksschule kannte. Erst in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts gesellte sich die Realschule als &#8220;Mittelschule&#8221; dazu und in den 1960er Jahren wurde in sozialdemokratisch geführten Bundesländern die Gesamtschule eingeführt &#8211; als vierte Regelschule. Ein mindestens viergliedriges System also, rechnet man die Sonder- und Förderschulen nicht mit hinzu. Spätestens seit diesem Zeitpunkt wird in Deutschland ein heftiger Disput über das Für und Wider des gegliederten Schulsystems geführt. Während die einen argumentieren, das gegliederte Schulsystem erweise sich als Rutschbahn, auf der soziale Auslese &#8216;nach unten&#8217; bestens funktioniere, kontern die anderen, es werde mit seiner Vielfalt den unterschiedlichen Begabungen, Talenten und Stärken der Schüler am besten gerecht. Und auch die Ergebnisse der PISA-Studien werden – je nach Lagerzugehörigkeit – als Argument für oder gegen das gegliederte Schulsystem verwendet und mit jedem neuen PISA-Bericht wieder aufgewärmt.</p>
<p>Dieser heftigen Diskussion wollte im November 2007 eine bemerkenswerte Allianz aus Forschern und Politikern von SPD, FDP und CDU ein Ende setzen und plädierte in einem gemeinsamen Aufruf in der ZEIT für ein zweigliedriges Schulsystem: Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen sollten zu einer einheitlichen Schulform neben dem Gymnasium zusammengefasst werden. Zu den Unterzeichnern gehörten unter anderem die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Jutta Allmendinger, der langjährige Direktor der Internatsschule Schloss Salem Bernhard Bueb und der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn. Außerdem unterschrieben der frühere Kultusminister Hessens, Ludwig von Friedeburg (SPD), der schulpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg, Robert Heinemann und die jetzige Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Auch der Bielefelder Bildungsforscher Klaus Hurrelmann, (jetzt an der Hertie School of Governance, Berlin) gehörte zu den Unterzeichnern. Er hatte bereits 1991, also zwei Jahre nach der Wende, der KMK ein &#8220;Zweiwegemodell&#8221; empfohlen. Allerdings ohne Erfolg, ebenso wie ein zweiter Appell im Jahr 2006. &#8220;Keine Partei wird durch diesen Kompromiss ihren profilierenden Einfluss auf die Bildungspolitik verlieren. Die wirklichen Gewinner aber sind die heute benachteiligten Schülerinnen und Schüler&#8221;, hieß es abschließend in dem ZEIT-Aufruf.</p>
<p>Wenn auch die politischen Lager sich von diesem Aufruf nicht unbedingt haben beeinflussen lassen: Die Schulstrukturen sind im Wandel. In der Mehrheit der Bundesländer gibt es mittlerweile keine Hauptschulen mehr. Nur fünf Bundesländer halten noch offiziell an der dreigliedrigen Struktur fest: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Aber auch hier gerät die Hauptschule mehr und mehr ins Wanken. Nicht eines bildungspolitischen Umdenkens wegen, sondern vielmehr als notwendige Reaktion auf die demografische Entwicklung und auf die Tatsache, dass die Hauptschule von immer mehr Eltern als Restschule abgelehnt wird. Der Schule gehen schlichtweg die Schüler aus.</p>
<p>„Unter dem Druck des demografischen Wandels wird sich das deutsche Schulsystem in den kommenden 15 Jahren radikal verändern“, hat erst kürzlich die Bertelsmann Stiftung prognostiziert. Demnach wird bis zum Jahr 2025 die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren von knapp 11 Millionen um rund 2 Millionen auf künftig 9 Millionen zurückgehen. Besonders drastisch wird der Schwund mit 27,4 Prozent bei den 16- bis 18-jährigen Jugendlichen sein. Bei den Schülern zwischen 10 und 15 Jahren, deren Alter in den meisten Bundesländern der Sekundarstufe I entspricht, werden 15,8 Prozent der Kinder fehlen. Auch in der Primarstufe (6 bis 9 Jahre) werden mit 14,3 Prozent deutlich weniger Kinder als heute die Schulbank drücken.</p>
<p>Fazit der Untersuchung: „Durch den massiven Rückgang der Schülerzahlen dürfte vor allem das dreigliedrige Schulsystem weiter unter Druck geraten.&#8221; Nach Einschätzung der Bertelsmann Stiftung wird sich der Trend hin zu neuen Schulformen und zum zweigliedrigen System mit zusammengelegter Haupt- und Re­alschule fortsetzen. Während sich der Andrang auf die Gymnasien verstärken dürfte, sei die Hauptschule vom Aussterben bedroht.</p>
<h2><strong>Dazu auf der didacta:</strong></h2>
<p><strong><a href="http://www.didacta-koeln.de/diemesse/schule_hochschule.php#bildung" target="_blank">Zukunft der Hauptschule</a> </strong>-<strong> </strong>Podiumsrunde mit dem bildungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, <strong>Klaus  Kaiser, </strong>dem<strong> </strong>VBE-Vorsitzenden <strong>Udo  Beckmann</strong>, der Schuldezernentin der Stadt Köln, <strong>Dr. Agnes Klein</strong> und dem Kabarettisten <strong>Jürgen Becker</strong>.  forum bildung Halle 6, Stand E41, 18.3.2010, 10.30  &#8211; 11:45 Uhr.</p>
<p><a href="http://www.didacta.de/download/sitzenbleiben_und_schulempfehlung.pdf" target="_blank"><strong>Sitzenbleiben und Schulempfehlung: Kostspielig, ineffizient und bildungsungerecht?</strong></a> u.a. mit Prof. Dr. Klaus Klemm (Uni Duisburg-Essen), Josef Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbands)  und Professor Dr. mult. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes der Bildungswirtschaft, Forum „didacta aktuell: Wirtschaft &#8211; Bildung &#8211; Verantwortung“  Halle 9, Stand A20/B21, 18. 03.2010, 13 Uhr.</p>
<p><strong>Das vollständige Programm des Foruma didacta aktuell findfen Sie <a href="http://www.didacta.de/didacta-die-Bildungsmesse_forum-didacta-aktuell.php" target="_blank">&gt;&gt; hier.</a></strong></p>
<h2><a id="viele_viele_namen" name="viele_viele_namen">Viele, viele Namen – Die Schulen in den 16 Bundesländern</a></h2>
<ul>
<li><strong>Baden-Württemberg</strong> hält offiziell weiterhin an der Aufteilung Haupt-, Realschule und Gymnasium fest. Zum Schuljahr 2010/11 wird allerdings die neue Werkrealschule eingeführt, die sowohl zum Hauptschul-, wie zum Mittleren Abschluss führt. In 20 Modellversuchen werden außerdem Haupt- und Realschüler der Klassen fünf und sechs gemeinsam unterrichtet.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Bayern</strong> setzt ebenfalls weiterhin auf das gegliederte System. Allerdings sollen die Hauptschulen flächendeckend zu Mittelschulen mit drei berufsorientierenden Zweigen weiterentwickelt werden und neben dem Hauptschulabschluss einen Mittleren Bildungsabschluss anbieten.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Berlin </strong>wird zum Schuljahr 2010/11 Haupt-, Real- und Gesamtschulen abschaffen. Nach sechs Grundschuljahren wechseln die Kinder dann entweder auf das Gymnasium oder die neue Sekundarschule. In beiden Schularten sind alle Abschlüsse – einschließlich Abitur &#8211; möglich.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Brandenburg</strong> sieht nach der sechsjährigen Grundschule den Besuch des Gymnasiums, der Gesamtschule oder der Oberschule vor. Die Oberschule endet mit dem Hauptschul- bzw. dem Mittleren Abschluss, an Gesamtschulen kann auch das Abitur erreicht werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Bremen</strong>s Bürgerschaft entschied sich im Juni 2009 mit den  Stimmen der Regierungsparteien SPD und Grüne sowie der oppositionellen CDU für  ein neues Schulsystem. Es wird im Sekundarbereich I künftig nur noch zwei  gleichwertige Schularten umfassen: Die Oberschule und das Gymnasium. Die  Oberschule ermöglicht das Abitur nach 13 Jahren, das Gymnasium ermöglicht das  Abitur nach 12 Jahren. Es werden auch Oberschulen entwickelt, die das verkürzte  Abitur nach 12 Jahren anbieten. Die Schüler der Oberschulen lernen gemeinsam bis  zur zehnten Klasse. Bereits mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 haben sich neun  Schulen im Stadtgebiet Bremen auf den Weg gemacht und wandeln sich  jahrgangsweise in Oberschulen um. Alle anderen Schulen starten ab 2011/2012. Die  Grundschule dauert vier Jahre.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Hamburgs</strong> Schulsystem wird ab August 2010 zweigliedrig, sofern die für Sommer 2010 geplante Volksabstimmung dem Ganzen nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Geplant ist nach der sechsjährigen Primarschule der Wechsel auf die Stadtteilschule oder das Gymnasium. In beiden Schularten sollen alle Abschlüsse – einschließlich Abitur –möglich sein.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Hessen</strong> hält an dem mehrgliedrigen Schulsystem – einschließlich Gesamtschule &#8211; fest. Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und Realschulen soll allerdings die innere Unterrichtsorganisation freigestellt werden. Die Schulen können dann selbst entscheiden, ob sie gemeinsame oder getrennte fünfte Klassen bilden. Es bleibt aber bei den nach Haupt- oder Realschule getrennten Abschlüssen.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Mecklenburg-Vorpommern</strong> setzt auf Zweigliedrigkeit: Nach der vierjährigen Grundschule folgt eine zweijährige schulartunabhängige Orientierungsstufe. Daran schließt sich entweder der Besuch der Regionalen Schulen mit einem Mittleren Abschluss oder des Gymnasiums mit dem Abitur an.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Niedersachsen</strong> hält am dreigliedrigen Schulsystem fest und hat in den Hauptschulen den Schwerpunkt auf die Berufsorientierung gelegt. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren an rund 200 Standorten Haupt- und Realschulen mit einer einheitlichen Leitung zusammengefasst. Dort findet mit Ausnahme der Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch gemeinsamer Unterricht in allen anderen Fächern statt. An den Gesamtschulen soll künftig die Abiturprüfung bereits nach 12 Jahren abgelegt werden.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Nordrhein-Westfalen</strong> setzt weiterhin auf das dreigliedrige Schulsystem plus Gesamtschule. Ländliche Gemeinden können allerdings Haupt- und Realschulen unter einem Dach zu einer Verbundschule zusammenlegen. Es müssen aber getrennte Schulformen bleiben.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Rheinland-Pfalz</strong> hat zum Schuljahr 2009/10 mit der Umstellung auf ein neues Schulsystem begonnen. Die Hauptschulen werden mit den Realschulen zusammengeführt. In der neuen Realschule plus gibt es im fünften und sechsten Jahrgang eine Orientierungsstufe. Erhalten bleiben Gymnasium und Gesamtschule.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Saarlands</strong> Hauptschulen wurden schon Mitte der 90er Jahre abgeschafft: Hauptschule und Realschule wurden zur Erweiterten Realschule zusammengelegt. Daneben gibt es Gesamtschulen und Gymnasien. CDU, FDP und Bündnis90/Die Grünen haben sich in ihrem Koalitionsvertrag im November auf eine Verlängerung der Grundschulzeit um ein Jahr geeinigt. Diese beginnt erstmals mit dem Eintritt in die 4. Grundschulklasse zum Schuljahr 2011/2012.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Sachsen</strong> hat ein zweigliedriges System: Nach der vierten Grundschulklasse folgt die Mittelschule oder das Gymnasium. Die Mittelschule bietet nach der 9. Klasse den Hauptschul- und nach der 10. Klasse den Realschulabschluss an. CDU und FDP wollen die Mittelschule zur Oberschule weiterentwickeln. Außerdem soll nach der sechsten Klasse der Übergang zum Gymnasium möglich sein. Darauf haben sich die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag im September 2009 geeinigt. Sie streben eine stufenweise Einführung ab dem Schuljahr 2011/2012 an. Die bisher genehmigten Schulversuche zur Gemeinschaftsschule werden abgeschlossen und evaluiert.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Sachsen-Anhalt</strong> bietet verschiedene Optionen: Auf das vierte Grundschuljahr folgt das Gymnasium, die Gesamtschule oder die Sekundarschule, die mit der siebten Klasse die Kinder Haupt- und Realschulklassen zuweist. Die Gesamtschulen führen nach 12 oder 13 Jahren zum Abitur.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Schleswig-Holstein</strong> löst die alten Haupt-, Real- und Gesamtschulen bis zum Schuljahr 2010/11 durch die neuen Schularten Gemeinschaftsschule und Regionalschule ab. Das Gymnasium bleibt bestehen. An der Regionalschule kann der Hauptschulabschluss oder der Mittlere Abschluss erworben werden. In den Gemeinschaftsschulen lernen die Schüler gemeinsam bis zum 10. Jahrgang. Angestrebt ist laut Koalitionsvertrag von CDU und FDP vom Oktober 2009 eine spätere Zusammenlegung in einer Schulart Regional- und Gemeinschaftsschule. Dort soll der Unterricht getrennt nach den Bildungsgängen Haupt- und Realschule oder in einem gemeinsamen Klassenverband erfolgen. Außerdem läuft in Schleswig-Holstein bis Ende Januar 2010 noch ein Volksbegehren zum Erhalt der Realschule, das von der FDP unterstützt wird.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Thüringen</strong> trennt die Schüler nach Klasse 4 in Gymnasiasten und Regelschüler. Die Regelschule endet mit dem Hauptschul- bzw. dem Mittleren Abschluss. Im Koalitionsvertrag haben sich SPD und CD im Oktober 2009 darauf verständigt, das Thüringer Schulsystem für längeres gemeinsames Lernen bis Klasse 8 zu öffnen. Dazu sollen alle Schulträger neben der Regelschule und dem Gymnasium eine gleichberechtigte Option für eine Gemeinschaftsschule bekommen.</li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Schule/Hochschule</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 13:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Zentrum für Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Information Literacy]]></category>
		<category><![CDATA[Informationskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[informelle Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Social Communities]]></category>

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		<description><![CDATA[Eben schnell das Referatsthema googeln und bei den ersten Treffern nach einem geeigneten Text suchen. Nicht selten erledigt bereits so mancher Schüler seine Hausaufgaben auf diese Weise. Das zeigt zwar, dass Schüler die  Neuen Medien nutzen, dass ihnen aber etwas Entscheidendes fehlt: Informationskompetenz. Sie haben nicht gelernt, effizient nach Informationen zu suchen, sie kritisch zu hinterfragen, zu gewichten und schließlich zu reflektieren. Immerhin stimmen 40 Prozent der 12- bis 13-Jährigen der Aussage zu, dass Informationen im Internet auf Richtigkeit überprüft werden, das ergab die JIM-Studie 2007. Über den Stellenwert von Informationskompetenz und ihre Verankerung in der Schule sprachen wir mit Dr. Harald Gapski vom Europäischen Zentrum für Medienkompetenz (ecmc) in Marl. Gapski hat gemeinsam mit Thomas Tekster kürzlich eine Bestandsaufnahme zum Thema „Informationskompetenz in Deutschland“ veröffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>&#8220;Schüler brauchen Informationskompetenz&#8221;</strong></h2>
<p><strong>Interview mit Dr. Harald Gapski vom ecmc</strong></p>
<p>Eben schnell das Referatsthema googeln und bei den ersten Treffern nach einem geeigneten Text suchen. Nicht selten erledigt bereits so mancher Schüler seine Hausaufgaben auf diese Weise. Das zeigt zwar, dass Schüler die  Neuen Medien nutzen, dass ihnen aber etwas Entscheidendes fehlt: Informationskompetenz.</p>
<p><span id="more-34"></span></p>
<p>Sie haben nicht gelernt, effizient nach Informationen zu suchen, sie kritisch zu hinterfragen, zu gewichten und schließlich zu reflektieren. Immerhin stimmen 40 Prozent der 12- bis 13-Jährigen der Aussage zu, dass Informationen im Internet auf Richtigkeit überprüft werden, das ergab die JIM-Studie 2007. Über den Stellenwert von Informationskompetenz und ihre Verankerung in der Schule sprachen wir mit Dr. Harald Gapski vom <a href="http://www.ecmc.de/teedrei/Startseite.82.0.html" target="_blank">Europäischen Zentrum für Medienkompetenz (ecmc)</a> in Marl. Gapski hat gemeinsam mit Thomas Tekster kürzlich eine Bestandsaufnahme zum Thema „Informationskompetenz in Deutschland“ veröffentlicht.</p>
<p><em>Herr Dr. Gapski, was ist eigentlich Informationskompetenz und wie wichtig ist sie?</em></p>
<p><strong>Dr. Harald Gapski: </strong>Die Flut der einströmenden Informationen in immer neuen Formaten und Anwendungen verlangt nach einer Orientierung, nach Auswahl und Management dieser Informationen &#8211; ob digital oder analog, ob in mündlicher oder schriftlicher Form – das ist eine alltägliche Herausforderung geworden und Informationskompetenz – oder wie es im angloamerikanischen Raum heißt „Information Literacy“ &#8211; ist eine gesellschaftliche Schlüsselkompetenz.</p>
<p><em>Das heißt, nachdem die Medienkompetenz für uns selbstverständlich geworden ist, müssen wir uns nun um den neuen Begriff Informationskompetenz und seine Inhalte kümmern?</em></p>
<p><strong>Dr. Harald Gapski: </strong>Der Begriff Informationskompetenz erfährt gegenwärtig eine enorme Konjunktur. Aber der Inhalt ist nicht neu, es gab das Problem der Informationsbeschaffung schon unter klassischen, traditionellen Medienbedingungen. Informationskompetenz wird nur jetzt besonders drängend durch die Informationstechnologien, die uns umgeben.</p>
<p><em>Wie sind die Schulen, die Lehrer auf diese Anforderungen vorbereitet?</em></p>
<p><strong>Dr. Harald Gapski: </strong>Lehrer haben den professionellen Umgang mit Informationen eigentlich schon während ihrer Ausbildung gelernt. Jetzt müssen sie aber dieses Wissen didaktisch aufbereiten und mit den neuen Technologien an die Schüler weitergeben – das sind große Herausforderungen.</p>
<p><em>Gibt es denn spezielle Angebote für die Lehrer?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Dr. Harald Gapski: </strong>Es gibt verschiedene Angebote im Internet, etwa zum naturwissenschaftlichen Recherchieren und es gibt zum Beispiel im Internet ABC einen Rechercheratgeber für Kinder. Aber letztendlich ist Informationskompetenz für alle Fächer notwendig und muss insgesamt im Bildungssystem verankert werden. Die Instrumente zur Informationsbeschaffung müssen in der Schule vermittelt werden und auch die Reflexionsmöglichkeiten müssen eingeübt werden. Das betrifft natürlich auch die neuen Angebote im Netz. Da geht es um Fragen, die über das rein bibliothekarische Verständnis von Informationsbeschaffung hinausgehen, also etwa um Fragen der Datenpreisgabe in Social Communities, um Fragen der informellen Selbstbestimmung im Web 2.0 oder um das Urheberrecht: Was darf ich für den Unterricht oder für meine Hausaufgaben übernehmen? Auch das sind Aspekte von Informationskompetenz.</p>
<p><em>Brauchen wir also ein neues Unterrichtsfach Informationskompetenz?</em></p>
<p><strong>Dr. Harald Gapski: </strong>Die<strong> </strong>Informationsbeschaffung ist ja jeweils an bestimmte Probleme und Fragestellungen gebunden. Am Anfang des Handelns steht ein Problem, das es zu lösen gilt, also etwa eine Hausaufgabe. Daraus entwickelt man einen Informationsbedarf, beschafft sich relevante Informationen, bewertet und nutzt sie zur Problemlösung. Das bedeutet, die Vermittlung von Informationskompetenz muss konkret mit Unterrichtsinhalten verknüpft sein. Es geht nicht um den abstrakten Begriff, sondern um die Lösungsprozesse. Auch da gibt es Modelle, bei denen ganz konkret auf die Lebenswirklichkeit der Schüler Bezug genommen wird. Sie können dann über ihr Interesse recherchieren, Informationen sammeln und evaluieren und erwerben so die entsprechenden Kompetenzen. Die Förderung von Informationskompetenz ist eine Querschnittsaufgabe.</p>
<p><em>Gibt es konkrete Untersuchungen über die Informationskompetenz von Schülern?</em></p>
<p><strong>Dr. Harald Gapski: </strong>Es gibt keine flächendeckende Studie, aber vereinzelte empirische Untersuchungen. Sie alle belegen, dass die allgemeinen technischen Fertigkeiten im Umgang mit den Medien bei den Schülern vorhanden sind, dass sie aber häufig solche Aspekte wie Quellenvielfalt zu nutzen, passende Suchanfragen zu stellen, gefundene Informationen zu reflektieren und sie in einen Kontext zu stellen, vernachlässigen. Da besteht also ein großer Nachholbedarf.</p>
<p>Weitere Informationen:</p>
<p>Gapski, Harald; Tekster, Thomas (2009):<a href="http://www.lfm-nrw.de/publikationen/article/1016" target="_blank"><br />
Informationskompetenz in Deutschland. Studie im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW</a></p>
<p>Tekster, Thomas (2009): <a href="http://www.mekonet.de/dossiers/" target="_blank"><br />
Wie beurteile ich Informationen im Internet? Tipps und Hinweise für den Unterricht.</a> (mekonet Dosssier)</p>
<p>Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (2008):<br />
<a href="http://www.dgd.de/Userfiles/DenkschriftInfokompetenzBildung.pdf" target="_blank">Denkschrift zur Förderung von Informationskompetenz im Bildungssektor</a></p>
<p><a href="http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6055" target="_blank">Deutscher Bildungsserver: Informationskompetenz in Schulen</a></p>
<h2><strong>Dazu auf der didacta</strong></h2>
<p>Web 2.0 für den Deutschunterricht in der Sekundarstufe , Dr. Stefanie Schäfers (Paderborn), <a href="http://www.didacta-koeln.de/diemesse/schule_hochschule.php#praxis" target="_blank">Forum Unterrichtspraxis</a>, 16.03.2010, 11 Uhr</p>
<p>Sonderschau  „Kompetenz fördern, Qualifizierung stärken, Orientierung vermitteln: Medienbildung 2.0“, Halle 10, 16.03. &#8211; 20.03.2010, 9 &#8211; 18 Uhr. <a href="http://www.didacta-koeln.de/diemesse/ausbildung_qualifikation.php#kompetenz" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
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		<title>Schule/Hochschule</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 12:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Integrationsplan]]></category>
		<category><![CDATA[Migrationshintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Verband Bildung und Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[„Mehr Migranten werden Lehrer“]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als dreißig Prozent der Schüler in deutschen Klassenzimmern haben einen Migrationshintergrund. Sie treffen aber nur äußerst selten auf einen Lehrer, dessen Biografie Ähnlichkeit mit ihrer eigenen hat: Denn nur ein bis zwei Prozent der Lehrer in Deutschland kommen aus Zuwandererfamilien. Damit spiegelt das Klassenzimmer weder die gesellschaftliche Realität wider, noch können sich Kinder aus Zuwandererfamilien an Integrationsvorbildern orientieren.  Auch könnten Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte  wichtige Brückenbauer zwischen Schule und Familie sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Ich habe es geschafft. Das kannst du auch!“</strong></h2>
<p><strong>Initiativen und Netzwerke engagieren sich für mehr Lehrer mit Migrationshintergrund</strong></p>
<p>Mehr als dreißig Prozent der Schüler in deutschen Klassenzimmern haben einen Migrationshintergrund. Sie treffen aber nur äußerst selten auf einen Lehrer, dessen Biografie Ähnlichkeit mit ihrer eigenen hat: Denn nur ein bis zwei Prozent der Lehrer in Deutschland kommen aus Zuwandererfamilien.</p>
<p><span id="more-36"></span></p>
<p>Damit spiegelt das Klassenzimmer weder die gesellschaftliche Realität wider, noch können sich Kinder aus Zuwandererfamilien an Integrationsvorbildern orientieren.  Auch könnten Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte wichtige Brückenbauer zwischen Schule und Familie sein. Der Verband Bildung und Erziehung wirbt schon seit Jahren für mehr Lehrer mit Migrationshintergrund in deutschen Klassenzimmern. Daneben machen sich immer mehr Initiativen und Projekte für diesen pädagogischen Nachwuchs stark. Bund, Länder und Kommunen haben sich bereits 2007 im nationalen Integrationsplan verpflichtet, mehr Erzieher, Sozialarbeiter und Lehrer mit Migrationshintergrund einzustellen. Aber viel zu selten entscheiden sich Abiturienten mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf – unter den Lehramtsstudierenden sind sie mit gerade mal sechs Prozent vertreten.</p>
<p>Es muss also verstärkt für pädagogische Ausbildungswege bei Migranten geworben werden. Das tut zum Beispiel die <a href="http://www.zeit-stiftung.de/home/start.php" target="_blank">ZEIT-Stiftung </a>in Hamburg seit 2008 mit dem Schülercampus <a href="http://www.zeit-stiftung.de/home/index.php?id=472&amp;lang=de" target="_blank">„Mehr Migranten werden Lehrer“</a>. Dort sollen junge Migranten für den Lehrerberuf begeistert werden. Das Konzept kommt an: Der Schülercampus soll im Frühjahr 2010 auch in Düsseldorf und in Nürnberg stattfinden.</p>
<p>Ein spezielles Stipendienprogramm für Lehramtsstudierende und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst mit Migrationshintergrund hat die Hertie-Stiftung 2008 in Hessen gestartet &#8211; zunächst an der Uni Frankfurt. Die Studierenden erhalten ein Stipendium von 650 Euro pro Monat plus 150 Euro Büchergeld pro Semester. Referendare bekommen ein Bildungsstipendium von 1.000 Euro im Jahr. Daneben organisiert de Stiftung spezielle Seminarangebote. Zum Wintersemester 2009/10 wurden Lehramtsstudierende an weiteren Hochschulen gefördert, nämlich an der TU Darmstadt, an den Berliner Universitäten sowie der Universität Hamburg.</p>
<p>Auch einige Bundesländer sind aktiv. So hat Berlin Anfang 2009 eine Kampagne für mehr Lehrer aus Einwandererfamilien gestartet. Schüler aus Zuwandererfamilien sollen über Berufsperspektiven in Schulen informiert werden und Lehramtsstudenten, die selbst aus Einwanderfamilien stammen, sollen in den Migrantenorganisationen für den Beruf werben. Auch Lehrer mit Migrationshintergrund sollen verstärkt zusammenarbeiten und als Rollenvorbilder erkennbar werden.</p>
<p>Baden-Württemberg will mit seiner Initiative &#8220;Migranten machen Schule!“ ebenfalls Schüler mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf interessieren und Lehrern und Lehramtsstudierenden mit Migrationshintergrund ein unterstütztes Netzwerk anbieten.</p>
<p>Ein solches Projekt besteht bereits seit mehr als zwei Jahren in Nordrhein-Westfalen: 2007 wurde hier „Das Netzwerk von Lehrerinnen und Lehrern mit Zuwanderungsbiografie“ im Landtag gegründet. Mit knapp 30 Gründungsmitgliedern, Lehrkräften unterschiedlichster Herkunft, begann das Netzwerk. Mittlerweile ist es auf mehr als 200 Mitglieder angewachsen, die sich alle ehrenamtlich engagieren. Sie werben für den Lehrerberuf in Oberstufenklassen oder bei Berufsberatungstagen, beraten Lehramtsstudierende oder Referendare, Eltern und Migrantenselbstorganisationen. Sie organisieren Fachtagungen und arbeiten mit Schulbuchverlagen zusammen. Außerdem kooperieren sie mit verschiedenen Universitäten im Land. Ihr Motto: „Ich habe es geschafft. Das kannst du auch!“</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong><a href="http://www.raa.de/fileadmin/dateien/pdf/projekte/lehrkraefte-mit-zuwanderungsgeschichte/Broschuere-Lehrkraefte-mit-Zwanderungsgeschichte.pdf" target="_blank"><br />
Broschüre NRW-Netzwerk der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte</a></p>
<h2>Dazu auf der didacta</h2>
<p><strong>Bildungs- und pädagogische Perspektiven in einer Einwanderungsgesellschaft</strong>,  Dr. Prasad Reddy, Bonn, Konferenzraum 3/ CC Ost, 18.03.2010, 12 Uhr</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schule/Hochschule</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/01/mint-nein-danke/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 11:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bertram Brossardt]]></category>
		<category><![CDATA[HIS-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschul-Informations-System GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerbildung]]></category>
		<category><![CDATA[MINT]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Klagen über Fachkräftemangel in Deutschland  reißen nicht ab, insbesondere Berufszweigen, die mit Technik und Naturwissenschaften zu tun haben, fehlt bereits seit längerem der Nachwuchs. Und die allerneuesten Zahlen sorgen auch nicht gerade für Entwarnung:  Knapp ein Drittel  der Studierenden in den Ingenieurswissenschaften sowie in den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern bricht das Studium ab, so eine aktuelle Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS).  Und das, obwohl Bund, Länder und Stiftungen schon seit Jahren die naturwissenschaftliche Bildung in Kindergärten, Schulen und Hochschulen fördern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>MINT – nein danke?</strong></h2>
<p>Die Klagen über Fachkräftemangel in Deutschland  reißen nicht ab, insbesondere Berufszweigen, die mit Technik und Naturwissenschaften zu tun haben, fehlt bereits seit längerem der Nachwuchs. Und die allerneuesten Zahlen sorgen auch nicht gerade für Entwarnung:  Knapp ein Drittel  der Studierenden in den Ingenieurswissenschaften sowie in den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern bricht das Studium ab, so eine aktuelle Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS).</p>
<p><span id="more-38"></span></p>
<p>Und das, obwohl Bund, Länder und Stiftungen schon seit Jahren die naturwissenschaftliche Bildung in Kindergärten, Schulen und Hochschulen fördern. MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ist unterdessen ein entscheidendes Stichwort in beinahe allen Bildungsbereichen. Schon die Kleinsten werden in Kindergärten zur Forschkönigen gekürt, Grundschüler können mit eigens entwickelten  Klasse(n)kisten experimentieren und Hunderttausende  Jungen und Mädchen forschen in den sogenannten Schülerlaboren gemeinsam mit Wissenschaftlern an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in Unternehmen. Der nationale Pakt Komm mach Mint will außerdem dafür sorgen, dass mehr Mädchen sich für eine Ausbildung in den MINT-Berufen entscheiden. Und die bereits vor zehn Jahren in Baden-Württemberg gestartete  Schüler-Ingenieur-Akademie, bei der Schule, Hochschule und Wirtschaft kooperieren, breitet sich nach und nach bundesweit aus. Auch die MINT-Lehrerbildung wird gefördert. Die Telekomstiftung spendierte fünf Millionen Euro an vier Universitäten.</p>
<p>Bayern will mit seinem Projekt  „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ in den kommenden drei Jahren an zehn Hochschulen Projekte durchführen, um die Abbrecherquote deutlich zu senken.  Mit im Boot:  die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Deren Hauptgeschäftsführer, Bertram Brossardt, hat auch bereits konkrete Ansatzpunkte entdeckt: So gelte es, die Schnittstellen von den Gymnasien zu den Hochschulen zu verbessern.</p>
<p>Tatsächlich kommen die Studenten oftmals mit falschen Vorstellungen zur Hochschule. So werden viele Informatikstudenten von den Studieninhalten überrascht, heißt es in der HIS-Studie. Es werde häufig ein praktisch, auf unmittelbare Computeranwendungen orientiertes Studium erwartet, der Umfang an Grundlagenfächern dagegen unterschätzt. Auch verweisen viele Studienabbrecher in den neuen Bachelorstudiengängen darauf, dass sie dem anhaltenden Leistungsdruck nicht gewachsen seien. All das wollen nun Psychologen der Universität des Saarlandes genauer unter die Lupe nehmen: In einem Pilotprojekt begleiten sie ein Jahr lang Physik-Studenten, die im Wintersemester ihr Studium begonnen haben. Sie wollen etwa herausfinden, welche wichtigen Vorkenntnisse aus der Schule die Studenten mitbringen. Und welche Kenntnisse ihnen fehlen. So könnten beispielsweise gezielt Mathematik-Vorkurse angeboten werden. Außerdem zeichnen die Psychologen während des ersten Studienjahres in bestimmten Abständen den Lernfortschritt der Studenten auf und prüfen ihre Motivation. Die Ergebnisse des Projektes sollen helfen, die Veranstaltungen genau auf die Bedürfnisse der Studienanfänger abzustimmen und somit die Abbrecher-Quote zu senken.</p>
<p><strong>Weiterführende Informationen:</strong></p>
<p>Die Gemeinschaftsoffensive <a href="http://www.zukunft-durch-innovation.de/" target="_blank">Zukunft durch Innovation.NRW (zdi)</a> will möglichst viele Schülerinnen für ein ingenieur- und naturwissenschaftliches Studium begeistern</p>
<p><a href="http://www.natur-wissen-schaffen.de/startseite/index.php" target="_blank">» Projekt „Natur-Wissen schaffen“ der  Deutsche Telekom Stiftung</a></p>
<p><a href="http://www.bildunginbayern.de/deutsch/hochschule/aktuelle-projekte/wege-zu-mehr-mint-absolventen.html" target="_blank">» Das bayerische Projekt  „Wege zu mehr MINT-Absolventen“</a></p>
<p><a href="http://www.komm-mach-mint.de/" target="_blank">» „Komm mach Mint“ -Nationaler Pakt für Frauen in MINT Berufen</a></p>
<p><a href="http://www.sia-bw.de/" target="_blank">» Schüler-Ingenieur-Akademie Baden-Württemberg</a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Dazu auf der didacta</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>MINT-Profilbildung  in der Erprobungsstufe</strong></p>
<p>Dr. Winfried Timmerhaus,  Kompetenzteam Gelsenkirchen,<br />
Forum  Unterrichtspraxis, Halle 9,  Stand E31, 19.3.2010, 11:00 Uhr<br />
<a href="http://www.vds-bildungsmedien.de/veranstaltungen/forum-unterrichtspraxis/programmheft-forum-unterrichtspraxis-2010.pdf" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><strong>Das Haus der kleinen Forscher</strong>, Forum „didacta aktuell: Wirtschaft &#8211; Bildung &#8211; Verantwortung“  Halle 9, Stand A20/B21, 17. 03. 2010, 11 Uhr, <a href="http://www.didacta.de/download/haus_der_kleinen_forscher.pdf" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><strong>Im E-Ei unterwegs, ultraleicht, elektrisch emissionsfrei </strong>- Schüler Hauptschule Höhscheid Solingen planen, konstruieren und bauen Fahrzeuge, <a href="http://www.didacta.de/didacta-die-Bildungsmesse_forum-didacta-aktuell.php" target="_blank">Forum „didacta aktuell: Wirtschaft &#8211; Bildung &#8211; Verantwortung</a>“  Halle 9, Stand A20/B21,, 17. 03, 15:15 Uhr</p>
<p><a href="http://www.didacta-koeln.de/diemesse/schule_hochschule.php#mint" target="_blank"><strong>Zertifizierungsfeier für MINT-HAUPT und -REALschulen in NRW</strong></a>, 17.03.2010, 16 &#8211; 18 Uhr, Congress-Centrum Ost, Europasaal</p>
<p><strong>Physik zum Anfassen -  Best of phaeno</strong>, Forum „didacta aktuell: Wirtschaft &#8211; Bildung &#8211; Verantwortung“  Halle 9, Stand A20/B21, 18. 03. 2007, 10:30 Uhr. <a href="http://www.didacta.de/download/physik_zum_anfassen.pdf" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><strong><a href="http://www.didacta-koeln.de/diemesse/schule_hochschule.php#ph%C3%A4nomene" target="_blank">Sonderschau Phänomene zum Anfassen</a> -</strong> phæno auf der didacta 2010 in Köln, Halle 6, Stand B74, 16.03. &#8211; 20.03.2010, 9 &#8211; 18 Uhr</p>
<p><strong>Aktionsprogramm naturwissenschaftliche Experimente für Groß und Klein</strong>, Forum Ausbildung, Halle 10.1, A90. 20.03.2010: 11-12 Uhr, Best of phæno Science Show, 12-14 Uhr Kopfball on Tour &#8211; Die WDR- Experimente-Show</p>
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