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	<title>didacta Themendienste &#187; Kindergarten/Vorschule</title>
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	<description>Alle Neuigkeiten rund um die Bildungsmesse didacta</description>
	<lastBuildDate>Sat, 20 Mar 2010 15:15:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der Elternkongress im Rahmen der didacta</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 15:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>
		<category><![CDATA[Schule/Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Agnes Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Marion Gierden-Jülich]]></category>
		<category><![CDATA[Elternkongress]]></category>
		<category><![CDATA[Frühkindliche Sprachförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Kita]]></category>
		<category><![CDATA[Kölner Elternbefragung]]></category>
		<category><![CDATA[Landesjugendhilfeausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Wanninger & Rixmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Elternkongress im Rahmen der didacta
„Ohne Eltern geht es nicht!“
Bildung in Deutschland befindet sich im Wandel. Alle Beteiligten stehen vor großen Herausforderungen, und vor allem Kindertageseinrichtungen und Schulen unterliegen Veränderungen. Der Elternkongress gibt Infos, Tipps und Anregungen diesen Wandel zu begleiten. Die Eltern haben neben den Fachforen und Podiumsdiskussionen die Möglichkeit, die „didacta - die Bildungsmesse“ zu besuchen und am großen „Get Together“ teilzunehmen . Nur für angemeldete Teilnehmer/innen - Anmeldeschluss ist der 18. März 2010.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Ohne Eltern geht es nicht!“ </strong></h2>
<p>Bildung in Deutschland befindet sich im Wandel. Alle Beteiligten stehen vor großen Herausforderungen, und vor allem Kindertageseinrichtungen und Schulen unterliegen Veränderungen. Der Elternkongress gibt Infos, Tipps und Anregungen diesen Wandel zu begleiten. Die Eltern haben neben den Fachforen und Podiumsdiskussionen die  Möglichkeit, die „didacta &#8211; die Bildungsmesse“ zu besuchen und am großen  „Get Together“ teilzunehmen . Nur für angemeldete Teilnehmer/innen &#8211; Anmeldeschluss ist der 18. März 2010.<span id="more-136"></span></p>
<div id="attachment_137" class="wp-caption alignleft" style="width: 219px"><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/03/Elternkongress.jpg"><img class="size-medium wp-image-137" title="Elternkongress" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/03/Elternkongress-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Elternkongress</p></div>
<p>Eltern sind die wichtigsten Begleiter/-innen der Bildungsprozesse ihrer Kinder von Anfang an. Als Ansprechpartner/-innen in Bildungsfragen haben sie eine zentrale Bedeutung bei der positiven Gestaltung von Bildungsverläufen und Übergängen. Mit dem Elternkongress am Eltern-Samstag wollen wir aktuelle Elternthemen aus dem Kita- und Schulbereich ganz praktisch von und mit Eltern aufgreifen. Themen der insgesamt 9 Fachforen und –diskussionen werden u. a. sein: Frühkindliche Sprachförderung, Inklusion und Integration, individuelle Förderung, Betreuung ab dem 1. Lebensjahr, Wandel von Kita und Schule, Ergebnisse der Kölner Elternbefragung und „Längeres gemeinsames Lernen“. Neben dem fachlichen Input werden praktische Beispiele aus der Kölner Bildungslandschaft vorgestellt, die Vorbildcharakter haben und mit Sicherheit zum Meinungsaustausch anregen.</p>
<p>Die Eltern haben neben den Fachforen und Podiumsdiskussionen die Möglichkeit, die „didacta &#8211; die Bildungsmesse“ zu besuchen und am großen „Get Together“ teilzunehmen .</p>
<p>Im Anschluss an den Kongress finden zudem eine Sitzung des Landesjugendhilfeausschusses zum Thema: „Woran erkenne ich eine gute Tageseinrichtung für Kinder“, eine Bürgersprechstunde mit Frau Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) und Frau Dr. Agnes Klein (Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln) sowie das Abschlusskabarett „Zwei ist eine zu viel“ von Wanninger &amp; Rixmann statt. Auch hierzu sind alle Kongressbesucher/-innen herzlich eingeladen.</p>
<p>Der Elternkongress ist eine Kooperationsveranstaltung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordhein-Westfalen, der Stadt Köln sowie dem didacta-Verband.</p>
<p>Den Infoflyer zum Kongress gibt es <a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/03/Flyer_Elternkongress-neu.pdf" target="_blank">→ hier.</a></p>
<p>Das Online-Formular zur anmeldung gibt es <a href="http://www.bildung.koeln.de/artikel/artikel_05106.html?PHPSESSID=51090355a28b96379c858d45751325e9" target="_blank">&#8211;&gt; hier.</a></p>
<p>Wann und Wo:<br />
20.03.2010        9:30 – 16:30 Uhr<br />
Congress-Centrum Nord der Koelnmesse, Eingang Nord, Schalter 14</p>
<p>Anmeldung und weitere Informationen:<br />
<a href="http://www.bildung.koeln.de/eltern" target="_blank">www.bildung.koeln.de/eltern</a></p>
<p>telefonisch: (0221) 221-21066 (montags bis freitags von 09:00 &#8211; 12:00 Uhr)</p>
<p>Anmeldeschluss ist der 18. März 2010</p>
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		<title>Interview</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/02/interview-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsort Kita]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Ilse Wehrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkrippen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wir brauchen einen Pakt für Kinder“ - Interview mit Dr. Ilse Wehrmann
In den letzten Jahren standen Kindergärten im Mittelpunkt der bildungspolitischen Diskussion. Alle 16 Bundesländer haben Bildungs- oder Erziehungspläne entwickelt, und auch über die Verbesserung der Ausbildung wurde nicht mehr nur nachgedacht: Etliche Hochschulen bieten spezielle Studiengänge für Erzieherinnen an. Mittlerweile aber ist das Thema wieder eher in den Hintergrund getreten. Etwa, weil die Entwicklung so positiv verläuft? Das wollten wir von Dr. Ilse Wehrmann wissen. Die Diplom-Sozialpädagogin war bis 2007 Geschäftsführerin des Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Bremen und ist heute als freie Beraterin im Bereich frühkindlicher Bildung tätig. Sie begleitet unter anderem den Aufbau der betriebsnahen Kinderkrippen der Daimler AG. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>„Wir brauchen einen Pakt für Kinder“</strong></h2>
<h3><strong>Interview mit Dr. Ilse Wehrmann</strong></h3>
<p><strong>I</strong>n den letzten Jahren standen Kindergärten im Mittelpunkt der bildungspolitischen Diskussion. Alle 16 Bundesländer haben Bildungs- oder Erziehungspläne entwickelt, und auch über die Verbesserung der Ausbildung wurde nicht mehr nur nachgedacht: Etliche Hochschulen bieten spezielle Studiengänge für Erzieherinnen an. Mittlerweile aber ist das Thema wieder eher in den Hintergrund getreten. Etwa, weil die Entwicklung so positiv verläuft? Das wollten wir von Dr. Ilse Wehrmann wissen. Die Diplom-Sozialpädagogin war bis 2007 Geschäftsführerin des Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Bremen und ist heute als freie Beraterin im Bereich frühkindlicher Bildung tätig. Sie begleitet unter anderem den Aufbau der betriebsnahen Kinderkrippen der Daimler AG. <span id="more-107"></span><em>Frau Dr. Wehrmann, mittlerweile gibt es in jedem Bundesland Bildungspläne für den Elementarbereich. Sind die Inhalte bereits in allen Kitas angekommen?</em></p>
<p><strong><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Ilse-Wehrmann.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-109" style="border: 1px solid black; margin: 1px 2px;" title="Ilse Wehrmann" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Ilse-Wehrmann-196x300.jpg" alt="" width="196" height="300" /></a>Dr. Ilse Wehrmann:</strong> Da bin ich sehr skeptisch. In den Einrichtungen fehlt es sowohl an Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung wie an der Möglichkeit zur Implementierung der Bildungspläne und auch zur Kontrolle der Anwendung. Wenn also die Rahmenbedingungen nicht an die Anforderungen der Bildungspläne angepasst werden, dann verschwinden die Pläne alle wieder in den Schubladen.</p>
<p><em>Haben Sie denn überhaupt noch Hoffnung, dass die Rahmenbedingungen angepasst werden?</em></p>
<p><strong>Dr. Ilse Wehrmann:</strong> Zurzeit bin ich auch sehr skeptisch, was die Rahmenbedingungen betrifft. So hat Beispiel Baden-Württemberg die Qualifizierung der Mitarbeiter außer Kraft gesetzt, damit auch die weitere Einführung des Bildungsplanes. Und das ist erst der Anfang, denn Baden-Württemberg ist ja ein Bundesland, dem es noch relativ gut geht.</p>
<p><em>Es hat sich aber doch einiges getan in den letzten Jahren, es gibt immer mehr Hochschulstudiengänge für Erzieherinnen und zum Beispiel auch den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab 2013.</em></p>
<p><strong>Dr. Ilse Wehrmann:</strong> Ob und in welcher Qualität wir den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz bis 2013 umsetzen werden, ist ja die nächste Frage. Ich erlebe zurzeit drei Entwicklungen. Die Politik, die sich wieder eher um individuelle Leistungen kümmert wie Herdprämie und Kindergelderhöhung, statt in Infrastruktur zu investieren. Wir haben das höchste Kindergeld, aber die schlechteste Infrastruktur. Wir finanzieren Nichtbildung und belohnen Leute, wenn sie ihr Kind nicht in eine Bildungseinrichtung schicken. Obwohl PISA, UNICEF und viele andere Studien deutlich belegen, dass wir einen falschen Weg gehen, indem wir immer wieder auf diese individuellen Leistungszuwendungen setzen. Das andere ist, dass wir 50, 60 Studiengänge haben in Deutschland, die sich auf den Weg zu anderen Abschlüssen gemacht haben, die aber wenig vernetzt sind mit der Praxis und eigentlich auch kein Berufsprofil für die Absolventen haben. Wo finden diese nachher ihre Anstellung? Und dann gibt’s die Praxis, die tagtäglich aufgrund der Finanzlage der Kommunen mit schlechteren Rahmenbedingungen zu kämpfen hat. Alle drei Bereiche laufen parallel nebeneinander her. Ich glaube, wir brauchen jetzt einen großen Wurf, einen Pakt für Kinder oder einen Marshallplan, vielleicht auch einen Staatsvertrag, wo Bund, Länder und Kommunen sich auf einheitliche Standards und auf einen einheitlichen Bildungsplan mit einer einheitlichen Philosophie verständigen. Und vor allem auch mit einer Qualitätskontrolle.</p>
<p><em>Aber auch ein Staatsvertrag hilft wenig, wenn die Kommunen kein Geld haben.</em></p>
<p><strong>Dr. Ilse Wehrmann:</strong> Ja, man kann in Deutschland sagen, die Entwicklung eines Kindes hängt von der Finanzkraft einer Kommune und der Einsicht eines Bürgermeisters ab. Der Bund macht ein Gesetz, die Länder machen Ausführungsbestimmungen und die Kommunen setzen um. Die haben aber häufig kein Geld. Die Zeche für die Wirtschaftsmisere zahlt der Bildungsbereich. Wir überlassen es dem einzelnen Bürgermeister und seinem Gemeinderat, wie Kinder sich in Deutschland entwickeln und das kann nicht sein. Ich glaube, die frühkindliche Bildung muss Chefsache werden und es muss auch Chefinnensache der Kanzlerin werden, wenn wir nicht an dieser Stelle weiter im Mittelmaß dahinplätschern wollen.</p>
<p><em>Was schlagen Sie konkret vor? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Dr. Ilse Wehrmann:</strong> Man müsste zu einem vom Bund finanzierten Gutscheinsystem kommen, rund 1000 Euro pro Platz und Monat. Ich würde das Geld nicht für die Herdprämie ausgeben. Wir brauchen ein Bildungskonjunkturprogramm und keine Abwrackprämie, denn wir bürden dieser nächsten Generation so unendlich viele Schulden auf und rüsten sie gleichzeitig bildungsmäßig nicht für die Zukunft.</p>
<h3><strong>Dazu auf er didacta</strong></h3>
<p><strong><a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/Symposion_Beobachtung_Dokumentation.pdf" target="_blank"><strong>Beobach­tung und Dokumentation von Bildungs- und Lernprozessen in Kindergarten und Grund­schule</strong></a></strong> .-  Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Lernprozessen in Kindergarten und Grundschule .- Symposion. Die zweitägige Veranstaltungsreihe will zur Schulung der Beobachtungs- und Diagnosekompetenz im Überganzg von Kindergarten/Schule beitragen. Dazu haben Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, LMU München, und Dr. Hans Rudolf Leu vom Deutschen Jugendinstitut acht Experten eingeladen, die gelungene Diangnosetools vorstellen und über verschiedene Modellprojekte berichten. CC Ost, Congress-Saal, Sektion III, 16. und 17.3.2010, 11.00 – 17.00 Uhr</p>
<p><a href="http://www.schulen-ans-netz.de/meldungen/aktuelles/didacta2010.php" target="_blank"><strong>Bildungsort Kita – Neue Wege in der frühkindlichen Bildung.</strong></a> Zum Thema &#8220;Weiterbildung ist Zukunft – Berufliche Perspektiven für Erzieher und Erzieherinnen&#8221; diskutieren unter anderem Prof. Wassilios E. Fthenakis (Universität Bozen), Dr.phil. Ilse Wehrmann, freie Beraterin im Bereich frühkindlicher Bildung und ehemalige Geschäftsführerin des Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Bremen und der Projektleiter des Schulen-ans-Netz-Projektes BIBER- Netzwerk frühkindliche Bildung, Gerhard Seiler gemeinsam mit zwei Erzieherinnen, die an der BIBER-Weiterbildung &#8220;Das geht gut mit Medien! Neue Wege zwischen Kita und Grundschule&#8221; teilgenommen haben. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, welche gesellschaftlichen und fachlichen Erwartungen heute an Erzieherinnen und Erzieher gestellt werden und warum Erzieherinnen heute medienkompetent sein müssen. Im Anschluss an die Diskussion erhält die 10.000ste Absolventin des bundesweiten Medienqualifizierung für Erzieherinnen und Erzieher ihr Zertifikat. Um das Thema &#8220;Sprachförderung&#8221; geht es anschließend in dem Vorschulkinder-Format &#8220;JoNaLu&#8221; (ZDF), Halle 10, E-088, 19.03.2010, 11 Uhr.</p>
<p><strong>Sprache von Anfang an &#8211; das kommunikations- und dialogfähige<br />
Kind,</strong> Dr. Ilse Wehrmann, Konferenzraum D/CC Nord, 17.3.2010, 12:00 Uhr</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Streitgespräch</title>
		<link>http://themendienst.didacta-koeln.de/2010/02/streitgespraech/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 15:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf die Bäume klettern oder Englisch lernen?
Streitgespräch: Wie viel und welche Bildung brauchen Kindergartenkinder
Erst seit wenigen Jahren werden Kindergärten in Deutschland auch als Bildungsinstitutionen behandelt, die Bundesländer haben Bildungspläne entwickelt, die frühe Förderung steht auf der Agenda. Trotzdem scheint das Angebot der öffentlichen Kindergärten etlichen Eltern nicht zu genügen, sie schicken ihren Nachwuchs für viel Geld in Einrichtungen wie „Villa Ritz“ oder „Little Giants“. Dort können die Kinder Geigenunterricht bekommen, Fremdsprachen wie Chinesisch oder Englisch werden angeboten. Tut das den Kindern wirklich gut? Das wollten wir von der Gründerin der privaten bilinguale Kindertagesstätte Little Giants, Jelena Wahler, und vom Leiter des Organisationsbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit der GEW, Norbert Hocke, wissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Auf die Bäume klettern oder Englisch lernen?</strong></h2>
<h3>Streitgespräch: Wie viel und welche Bildung brauchen Kindergartenkinder</h3>
<p>Erst seit wenigen Jahren werden Kindergärten in Deutschland auch als Bildungsinstitutionen behandelt, die Bundesländer haben Bildungspläne entwickelt, die frühe Förderung steht auf der Agenda. Trotzdem scheint das Angebot der öffentlichen Kindergärten etlichen Eltern nicht zu genügen, sie schicken ihren Nachwuchs für viel Geld in Einrichtungen wie „Villa Ritz“ oder „Little Giants“. Dort können die Kinder Geigenunterricht bekommen, Fremdsprachen wie Chinesisch oder Englisch werden angeboten. Tut das den Kindern wirklich gut? Das wollten wir von der Gründerin der privaten bilinguale Kindertagesstätte Little Giants, Jelena Wahler, und vom Leiter des Organisationsbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit der GEW, Norbert Hocke, wissen.<span id="more-100"></span></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Offensichtlich entscheiden sich immer mehr Eltern für private Kindergärten mit exklusivem Lernangebot. Versagen die anderen Kindergärten oder versagen diese Eltern, weil sie Ihre Kinder schon mit drei Jahren auf Bildungserfolge trimmen wollen.</em></p>
<div id="attachment_112" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-5-Jelena-Wahler.jpg"><img class="size-medium wp-image-112" title="Jelena Wahler" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-5-Jelena-Wahler-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Jelena Wahler</p></div>
<p><strong>Jelena Wahler:</strong> Kinder lernen von Geburt an. Natürlich geht es im jungen Alter nicht darum Wissen anzuhäufen, sondern die natürliche Neugier der Kinder zu unterstützen und zu erhalten. Little Giants Kindertagesstätten orientieren sich an den Bildungsplänen der Bundesländer. Wir bieten den Kindern eine Umgebung voller interessanter Angebote und Entdeckungsmöglichkeiten, die sie aktiv erforschen und begreifen können. Frühe Zweisprachigkeit ist eine einmalige Chance für Kinder. Deshalb wird bei Little Giants Englisch und Deutsch gesprochen. Wir arbeiten nach dem Immersionsprinzip: Englischsprachige Erzieher sprechen mit den Kindern Englisch, während deutsche Fachkräfte ausschließlich Deutsch verwenden. Es ist wie in einer zweisprachigen Familie &#8211; vollkommen zwanglos und entspannt. Richtig ist, dass Gebühren privater Einrichtungen häufig höher sind. Der Grund ist, dass private Kitas vielerorts niedrigere oder keine Zuschüsse erhalten. Ein Gutscheinsystem, wie in Hamburg, schafft da Abhilfe. Die Entscheidung für eine Kindertagesstätte hängt dann nicht mehr vom Einkommen, sondern von den Präferenzen der Familien, letztendlich also von der Qualität der Kita ab.</p>
<p><strong>Norbert Hocke:</strong> Ich glaube, dass seit der PISA-Studie ein ungeheurer Druck auf die Einrichtungen ausgeübt wird, und das Pendel jetzt in die Richtung schlägt, Kinder „fit for school“ zu machen. Dahinter steht aber ein Schulbegriff, der die Ganzheitlichkeit nicht im Blick hat, sondern nur die kognitiven Elemente beinhaltet. Man muss also aufpassen, dass die Kitas nicht zu Trainingsanstalten für späteren Schulerfolg werden. Es geht um eine Persönlichkeitsentwicklung, die sehr wohl den kognitiven Teil beinhaltet. Zwar sollten Eltern drauf zu drängen, dass die Elemente, die in den Bildungs- oder Orientierungsplänen enthalten sind, auch gelebt und umgesetzt werden. Aber zu einem ganzheitlichen Bildungskonzept gehört mehr. Diese Verengung auf Frühenglisch und Ähnliches bei den privaten Kitas führt weg von der Trias Bildung, Erziehung und Betreuung. Und das ist für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und gerade für den späteren Schulerfolg eher schädlich als günstig. Hier tun die Eltern ihren Kindern nichts Gutes an.</p>
<p><em>Wir kennen aus den USA die Kampagne „No child left behind“ gegen die Bildungsbenachteiligung. Jetzt gibt es eine Bewegung ähnlichen Namens: „No Child left inside&#8221;, die sich allerdings als Alternative zur frühen Intensivförderung versteht. Mit anderen Worten: Kinder sollten besser draußen spielen und auf Bäume klettern, als eine Fremdsprache zu lernen. Was halten sie von einer solchen Kampagne? </em></p>
<p><strong>Jelena Wahler:</strong> Die Kampagne „No Child left inside“ ist ein Aufruf an Schulen mit den Kindern die Natur zu entdecken. Sie ist nicht als Alternative zu „No child left behind“ zu verstehen, sondern als Ergänzung. Auch wenn beide Bewegungen nicht wirklich auf Deutschland anwendbar sind, ist es dennoch wichtig, dass Kinder draußen spielen. Dafür haben wir in unseren Kitas Spielplätze, gehen mit den Kindern mehrmals pro Woche in den Wald, in den Park oder auf den Bauernhof.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Norbert Hocke:</strong> Die Einrichtungen selber sollten mehr Freiraum bekommen, um auf die ihnen anvertrauten Kinder zu blicken. Nicht jeder Waldspaziergang muss gleich ein wissenschaftliches Experiment sein und nicht jedes Haus der kleinen Forscher muss nur innerhalb der Häuser forschen, sondern man muss daraus genau diesen eben von mir beschriebenen Mix machen.</p>
<div id="attachment_113" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-5Norbert-Hocke.jpg"><img class="size-medium wp-image-113" title="Norbert Hocke" src="http://themendienst.didacta-koeln.de/wp-content/uploads/2010/02/Seite-5Norbert-Hocke-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Norbert Hocke</p></div>
<p><em>Internationale Studien üben häufig Kritik an deutschen Kindergärten: Der Personalschlüssel sei schlecht, die Ausbildung der Erzieherinnen müsse auf Hochschulniveau angehoben werden, insgesamt investiere man in Deutschland zu wenig Geld in den Bildungsbereich. Wird die Ausstattung der öffentlichen Kindergärten – Stichwort überschuldetet Kommunen – beinahe zwangsläufig zu einem Boom privater Angebote führen?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Jelena Wahler:</strong> Ich sehe das dreigliedrige Schulsystem und das späte Einsetzen von Bildung als die größten Schwachstellen unseres Bildungssystems. Dies zu ändern kostet natürlich Geld, mehr als der Staat heute dafür zur Verfügung stellt. Deutsche Kindertagesstätten brauchen dringend mehr Mitarbeiter. Die Entlastung durch zusätzliche pädagogische Fachkräfte ist Voraussetzung für die Umsetzung von pädagogischen Konzepten, wie sie die Bildungspläne vorsehen. Natürlich werden überall, wo eine Nachfrage ist, Unternehmen versuchen diese zu befriedigen. Ohne private Anbieter ist der geplante Krippenausbau nicht zu schaffen. Zudem führt ein breit gefächertes Angebot zu mehr Wettbewerb und letztlich zu besserer Qualität.</p>
<p><strong>Norbert Hocke:</strong> Das glaube ich nicht. So kommen auch von den Stiftungen deutliche Signale: Bildung in öffentlicher Verantwortung wird es nach wie vor geben müssen, um die immer stärker wachsende Schere zwischen Arm und Reich auszugleichen. Die Kommunen müssen allerdings aufpassen, dass Bundestag und Regierung nicht solche Gesetze verabschieden, die sie immer ärmer machen. Die Bürgermeister gehören ja jeweils einer Partei an, und ich finde es schon hanebüchen, wenn man kein Wort zur Betreuungsgelddiskussion oder zur Kindergelderhöhung sagt, aber gleichzeitig erklärt, dass man den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz nicht wird einlösen können. Diese Doppelbödigkeit muss aufhören.</p>
<p><em>Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich auch Deutschland zur inklusiven Bildung verpflichtet, dies gilt ja dann auch für die Kindergärten &#8211; und zwar für alle oder nur für die öffentlichen?</em></p>
<p><strong>Jelena Wahler:</strong> Selbstverständlich für alle! Wieso sollten behinderte Kinder andere Einrichtungen besuchen als nichtbehinderte? Kinder lernen voneinander, dies funktioniert in beide Richtungen.</p>
<p><strong>Norbert Hocke:</strong> Hier haben die Kitas als erste Stufe im Bildungssystem eine besondere Verantwortung. Dazu bedarf es allerdings anderer Rahmenbedingungen. Ich unterscheide gern zwischen freien, privaten und öffentlichen Trägern. Weil die freien Träger sehr wohl bewiesen haben, dass es möglich ist, auch mit pädagogischen Sonderkonzepten für alle da zu sein. Dieser Ansatz ist bei den privaten nicht gegeben und deswegen wird die Gefahr bestehen, dass wir hier ein exclusives Bildungssystem von Anfang an bekommen. Wobei Gott sei Dank diese Gruppe der rein privaten nicht so groß ist.</p>
<h3>Dazu auf der didacta</h3>
<p><strong>Sonderschau  &#8220;Auf die ersten Jahre kommt es an!&#8221;</strong><strong> </strong>Ausstellung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung, Halle 7, Stand A25, während der gesamten Messe, 9 – 18 Uhr</p>
<p><strong>&#8220;NRW &#8211; auf dem Weg zum kinderfreundlichsten Bundesland“.</strong> Norbert Hocke , GEW-Vorstand, Katharina Klaudy, GEW NRW, Norbert Müller, GEW NRW, Raum 9.2 09, 20.3.2010</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Medienpädagogischer Tag des WDR auf der didacta 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 13:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>
		<category><![CDATA[Bärenbude]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Maya Götz]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz im Vorschulalter]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Ralph Caspers]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung mit der Maus]]></category>
		<category><![CDATA[WDR]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen macht Ah]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema "Medienkompetenz im Vorschulalter" ist aktueller denn je. Gerade Kindergartenkinder nutzen verstärkt visuelle Medien. Erzieherinnen und Erzieher haben aufgrund ihrer Ausbildung bisher relativ geringe Vorkenntnisse in Bezug auf das Thema Medien und Medienkompetenz. Der WDR bietet mit der Radiosendung "Bärenbude" (WDR 5) und "Die Sendung mit dem Elefanten" (WDR/KIKA) zwei herausragende Programme für Kinder im Kindergartenalter an. Die Fortbildung vermittelt praxisnah und konkret, wie anhand der Sendungen der Umgang mit Medien eingeübt werden kann. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>&#8220;Medienkompetenz im Vorschulalter&#8221; lautet der Titel der Veranstaltung des WDR am 18. März auf der didacta</strong></h2>
<p>Das Thema &#8220;Medienkompetenz im Vorschulalter&#8221; ist aktueller denn je. Gerade Kindergartenkinder nutzen verstärkt visuelle Medien. Erzieherinnen und Erzieher haben aufgrund ihrer Ausbildung bisher relativ geringe Vorkenntnisse in Bezug auf das Thema Medien und Medienkompetenz.</p>
<p><span id="more-92"></span>Der WDR bietet mit der Radiosendung &#8220;Bärenbude&#8221; (WDR 5) und &#8220;Die Sendung mit dem Elefanten&#8221; (WDR/KIKA) zwei herausragende Programme für Kinder im Kindergartenalter an. Die Fortbildung vermittelt praxisnah und konkret, wie anhand der Sendungen der Umgang mit Medien eingeübt werden kann.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Dr. Maya Götz, Leiterin des IZI (Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen) führt in das Thema &#8220;Medienkompetenz im Kindergarten&#8221; ein. Die verantwortlichen WDR-Redakteurinnen Monika Frederking und Heike Sistig stellen ihre Sendungen mit Hilfe von Audio- und Videobeispielen vor und bieten praktische Übungen an, die mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildung geübt werden. Darüber hinaus gibt es Geräuscherätsel und Reim-Ideen, Übungen zum Nachvertonen und zur Wirkung von Fernsehbeiträgen sowie Anregungen zur spielerischen Reflexion des Fernsehverhaltens. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten das zur didacta 2010 fertig gestellte WDR Arbeitspaket: &#8220;Radio- und Fernsehprojekte für den Kindergarten&#8221;. Die Fortbildung richtet sich insbesondere an Erzieher/innen, Lehrer/innen, Ausbilder in pädagogischen Berufen und sonstige Fachleute für Vorschulpädagogik aus Nordrhein-Westfalen. Moderiert wird die Veranstaltung von Ralph Caspers (Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah).</p>
<p><strong>Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen wird aber um eine Anmeldung unter <a href="http://www.didacta.de/didacta-die-Bildungsmesse_Medienpaedagogischer-Tag-des-WDR-auf-der-didacta2010.php"><strong>http://www.didacta.de/didacta-die-Bildungsmesse_Medienpaedagogischer-Tag-des-WDR-auf-der-didacta2010.php</strong></a> gebeten.</strong></p>
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		<title>Kindergarten/Vorschule</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 15:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>didacta Köln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindergarten/Vorschule]]></category>
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		<category><![CDATA[Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Roboom]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die jahrelang teils verbissen geführte Diskussion über das Pro und Kontra von Medienerziehung im Kindergarten scheint überholt. Denn auch kleine Kinder wachsen bereits ganz selbstverständlich mit verschiedenen Medien auf. Sie kommen nicht erst als Schulkinder mit Computer Internet und Co in Berührung und sollten deswegen möglichst frühzeitig den sicheren, kompetenten und sinnvollen Umgang mit den Neuen Medien lernen.

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			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Medienkompetenz für Erzieherinnen</strong></h2>
<p>Die jahrelang teils verbissen geführte Diskussion über das Pro und Kontra von Medienerziehung im Kindergarten scheint überholt. Denn auch kleine Kinder wachsen bereits ganz selbstverständlich mit verschiedenen Medien auf. Sie kommen nicht erst als Schulkinder mit Computer Internet und Co in Berührung und sollten deswegen möglichst frühzeitig den sicheren, kompetenten und sinnvollen Umgang mit den Neuen Medien lernen.</p>
<p><strong><span id="more-39"></span></strong></p>
<p>Experten wie ehemaliger Direktor des Staatsinstituts für Frühpädagogik in München, Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios Fthenakis sehen Medienerziehung als eine der zentralen Aufgaben im frühkindlichen Bereich. Und dafür braucht es geschulte Vermittler. Deswegen hat das Bundesbildungsministerium im Jahr 2008 ein groß angelegtes Weiterbildungsprojekt für Erzieherinnen gestartet: &#8220;<a href="http://www.bmbf.de/press/2741.php" target="_blank">Basisqualifizierung Medienkompetenz</a>&#8220;.</p>
<p>Rund 10.000 Erzieherinnen haben mittlerweile an den Schulungen teilgenommen. Jetzt ist die zweite Schulungsphase für weitere 10.000 Erzieherinnen gestartet. Organisiert wird das Projekt vom <a href="http://www.schulen-ans-netz.de/" target="_blank">Verein Schulen ans Netz</a>. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kurse werden bundesweit von verschiedenen ausgewählten Trägern angeboten. In Norddeutschland ist es der Verein <a href="http://www.blickwechsel.org/" target="_blank">Blickwechsel e. V.</a>. Hier organisiert Susanne Roboom die medienpädagogischen Weiterbildungskurse für die Erzieherinnen. Wir haben sie nach ihren Erfahrungen gefragt.</p>
<p><em>Warum sollten sich Erzieherinnen überhaupt in diese Richtung qualifizieren, könnte man den Computer nicht einfach außen vor lassen? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Vom frühesten Lebensalter kommen Kinder mit Medien in Berührung, also auch mit dem Computer. Medien sind somit selbstverständlicher Bestandteil ihrer Lebenswelt. Und die Kinder begegnen den neuen Technologien und Computerwelten meistens ziemlich unbefangen und mit einer großen Portion Neugier. Die “graue Kiste” hat ihnen auch einiges zu bieten, schon im Vorschulalter. Je selbstverständlicher die Kinder lernen, mit dem Computer  umzugehen, desto größer ist die Chance, dass sie ihn sinnvoll nutzen. Erzieherinnen werden auch häufig mit Fragen der Eltern konfrontiert. Etwa, ob die Gewaltbereitschaft der Kinder steigt, oder ob sie sich nicht mehr richtig bewegen, nicht mehr rückwärts laufen können, wenn sie den Computer nutzen. Da kann die Antwort nur sein: Wenn man den Computer als Babysitter einsetzt, dann muss man sich über negative Konsequenzen nicht wundern. Aber wenn man ihn mit Konzept und Bedacht einsetzt, dann ist er durchaus sinnvoll und im Hinblick auf Chancengleichheit ganz wichtig. Denn auch Kinder aus Familien, die keinen Computer besitzen oder ihn sehr einseitig nutzen, bekommen die Möglichkeit, sich mit dem Gerät vielseitig und spielerisch auseinanderzusetzen. Zudem können im Kindergarten Mädchen und Jungen gleichermaßen an den Computer herangeführt und im Umgang mit der Technik gefördert werden. Wie kreativ und vielseitig der Computer letztendlich genutzt wird, hängt zu Hause wie in der Einrichtung stark  von der Unterstützung durch die Erwachsenen ab.</p>
<p><em>Was lernen die Erzieherinnen in diesen Kursen? </em></p>
<p>Die Kurse sind als Mischung aus pädagogischer Diskussion und technischer Erprobung aufgebaut. Die Erzieherinnen erhalten solide Grundkenntnisse rund um den Computer und das Internet und sollen in die Lage versetzt werden, den Computer in der eigenen Einrichtung für medienpädagogische Projekte und zur Medienkompetenzförderung einzusetzen. Außerdem lernen sie, das Internet zur eigenen Weiterbildung zu nutzen.</p>
<p><em>Und was kann man sich unter diesen medienpädagogischen Projekten in der Kita vorstellen? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Zum Beispiel können die Kinder mit der Digitalkamera losziehen und Bildreihen knipsen, das schult die Wahrnehmung. Wenn gerade das Thema Formen oder Farben behandelt wird, können sie draußen gucken: Wo finde ich diese Formen? Wo sind denn andere Kreise als die,  die wir hier als Plättchen im Kindergarten haben? Dann entdecken sie möglicherweise den Gullideckel. Oder man kann gemeinsam Spiele bewerten, um einen bewussteren Blick zu bekommen.</p>
<p><strong>Weiter Informationen:</strong></p>
<p><a href="http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digital_kultur.pdf" target="_blank">» Bericht der Expertenkommission des BMBF zur Medienbildung</a></p>
<p><a href="http://www.kita-nrw.de/beispielprojekte/computer.php" target="_blank">» Praxisprojekte aus verschiedenen Kindertagesstätten</a></p>
<h2><strong><strong>Dazu auf der didacta</strong></strong></h2>
<p><strong>KIGA-Seminare</strong> mit den Tagesthemen: Ausbildung &amp; Qualifikation  (16.3. 2010), Gestaltung von Bildungsprozessen im Elementarbereich / Sprachförderung (17.3.), Beobachtung und Dokumentation / Bewegung und Kreativität (18.3.), Aktionstag BETA/KTK und WIFF<strong> </strong>(19.3), Entscheidertag LJA Bildung ist Gesetz(T)/ Elternkongress (20.3.)  <a href="http://www.kiga-seminare.de/" target="_blank">» Weitere  Informationen</a></p>
<p><strong>Symposion „Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Lernprozessen in Kindergarten und Grundschule“</strong>,  Konzept und Moderation: Professorin Dr. Angelika Speck-Hamdan (Ludwig-Maximilians-Universität München), Dr. Hans Rudolf Leu (Deutsches Jugendinstitut e.V., München) Congress-Centrum Ost, Congress-Saal Sektion III, 16.03. und 17.03.2010, 11 – 16 Uhr. <a href="http://www.didacta-koeln.de/global/dokumente/didacta/de/Symposion_Beobachtung_Dokumentation.pdf" target="_blank">» Weitere Informationen</a></p>
<p><strong>Medienpädagogischer Tag des WDR</strong>,  mit Dr. Maya Götz (IZI), · Monika Frederking (wdr Kinderradio),  Heike Sistig (wdr Kinderfernsehen) u. a. Moderation:  Ralph Caspers (Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah!)  18. 03.2010, Offenbachsaal, 10:30 bis 13 Uhr  <a href="http://www.didacta.de/download/WDR_200912_Didacta_Anmeldeflyer%281%29.pdf" target="_blank">» Weitere Informationen</a></p>
<h2><strong><br />
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